Montag, der 30. – Das Unglück ist an meiner Seite

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Hallo ihr Lieben 😉

Ich hab ja schon wieder keinen Nerv mehr. Montags ist man eh nicht sonderlich motiviert, geschweige denn git gelaunt, aber dieser Montag hätte auch ein Freitag sein können. Ein 13. Ich hätte nicht aufstehen sollen.

Ich bin auf dem Weg zur Schule. Und stehe am Bahnhof, um den Zug Richtung Hauptbahnhof zu nehmen. 5 Minuten Verspätung. Na gut, kann man mit leben. Es wird korrigiert. 10 Minuten. Naja…es ist zwar arschkalt, aber noch gibt ea kein Grund zur Besorgnis. 25 Minuten später…hmmm…was nun? Ich bin am Überlegen. Nehme ich den Umweg mit U-Bahn und Bus? Oder warte ich? Denn schneller wäre ich auch mit der alternative nicht. Zumindest stand jetzt schon fest, dass ich nicht pünktlich zur Schule kommen würde.  Als die Anzeige abermals umspringt und geschlagene 40 Minuten Verspätung anzeigt, entscheide ich mich doch für den Bus.

Diese Idee hatten viele. Der Bus war zum Brechen voll. Meiner Meinung nach hätte man da keinen mehr mitnehmen dürfen ab der 3. Haltestelle. Sicherheit war da nicht mehr gewährleistet. Aber gut, es liegt nicht in meinem Ermessen.

An der endstation angekommen warte ich auf die Bahn. Und warte…und warte…nix! Meine Geduld neigt sich dem Ende zu und ich bete dafür, dass ich zumindest noch die zweite Stunde schaffe. Jemand drückt den Info-Knopf. Schwerer Unfall. Ersatzverkehr kommt. Man wisse aber noch nicht wann. Super klasse! Leider habe ich kurz darauf mitbekommen, dass eine Mutter mit Säugling in den Unfall verwickelt war. Mir wird anders. Ich will nicht mehr. Solche Nachrichten nehmen mich irgendwie immer mit. Ich will nach hause.

Der einzelne Bus, der irgendwann mal eintraf, nahm dann die Fülle von bereits zwei Bussen auf. Es wurde gedrängt und gequetscht und die Türen gingen kaum noch zu. Ach ja…es war ein Gelenkbus, welcher übrigens beim Ankommen nicht um die Kurve kam. Dafür war der Fahrer ein kleiner scherzkeks. Er begrüßte uns mit „Willkommen in meinem Bus“ und wies uns darauf hin, dass zwar auch er gerne mit offener Tür fahren würde, wir für sowas aber mit in die Türkei kommen sollten. Da fliegt er bald hin, sein Onkel ist Busfahrer.

Endlich in irgendeiner Straßenbahn bin ich auf dem richtigen Weg. Auch diese Bahn legte kurz darauf eine Notbremse ein. War aber nix passiert. Zum Glück. Aber wenn so ne Bahn mal bremst, dann bremst sie richtig!

Am Hauptbahnhof hatte ich dann noch eine Diskussion mit einer Angestellten unserer örtlichen Verkehrsbetriebe. Sie könne mir keine Bescheinigung über die Verspätung geben, das mache nur das Servicecenter. „Macht ja in 15 Minuten auf“. In 15 Minuten ist es 9:30 und da fängt die 3. Stunde an!!! „Das ist ja wohl ihr eigenes Problem! Müssen sie halt früher losfahren“ Natürlich. Ich bin 2 1/2 Stunden unterwegs und solch ein Chaos hätte ich NATÜRLICH einrechnen müssen.
Jetzt hab ich Schulschluss. Ab nach Hause. Ich rühre keinen finger mehr. Zwar hätte ich heute eigentlich ein „Date“, aber darauf ist mir auch gehörig die Lust vergangen…

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