Archiv für den Monat November 2013

Die Jugend von heute

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Hallo ihr Lieben 😉

Gestern hatte ich Spätschicht. Auf dem Weg zur Arbeit wartete ich auf meinen Bus. Es war ungefähr 11, als sich zwei Jungs näherten. Ich denke, sie waren so 12, 13 Jahre alt. Sie diskutierten, was sie jetzt machen sollten. Eindeutig gehörten sie eigentlich gerade in die Schule, denn einer von ihnen erzählte, dass der Lehrer letzte Woche schon angerufen hatte. Der andere, ein ganz cooler Bursche, steckte sich eine Zigarette an. Scheinbar schmeckte sie ihm nicht, denn er musste die ganze Zeit auf den Boden spucken.

Im Bus saßen sie vor mir. Sie überlegten immer noch, was zu tun war. Der Supercoole schlug vor, ins Center zu fahren. Da war doch dieser Zigarettenladen, da bekommt er IMMER Zigaretten. Ich muss schmunzeln, er spricht von meinem Laden…und ich kann zu 1000% sagen, dass er nicht mal Streichhölzer bekommen würde 😀

Als wir aussteigen, ist es Zeit für meine Zigarette. Der Junge fragt nach einer. „Du bist nicht mal annähernd volljährig“ „Ja und? Dafür bist du hässlich!“ „Aber alt genug zum Rauchen!“ Wenn ich nicht so verdammt streichzart wäre, hätte ich wohl auf diese Frechheit nicht so gelassen reagiert.

Glücklicherweise bin ich immer noch der Meinung, dass Kinder wie DER DA (der Supercoole sitzt schon wieder vor mir^^) eine Ausnahme sind. Ich verstehe das Gerede um die Jugend von heute immer nicht. Die Allerwenigsten sind so verkorkst. Ich selbst mache eigentlich immer öfter die Erfahrung, dass die Kids eigentlich sogar sehr liebenswert sein können. Vor kurzem war ich schwer bepackt auf dem Weg zum Auto und eine junge Dame bot sich an, mir etwas abzunehmen. Wirklich nett! Auch sehe ich häufig junge Menschen, die Müttern mit Kinderwagen helfen.

Ja, ich denke, die meisten Jugendlichen sind nur halb so schlimm wie sie gerne dargestellt werden 😉

Vorsicht, Rutschgefahr!

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Guten Morgen ihr Lieben 🙂

Also gestern war ja schon echt gut kalt, oder? War bei einer Freundin und auf dem Weg dahin hab ich mir ja echt den Arsch angefroren. Besser war allerdings die Situation gestern Abend. Seit Wochen leuchtete im Auto diese Lampe. Irgendeine Beleuchtung war mal wieder ausgefallen. Hab mich soweit nicht drum gekümmert, sondern das Ganze auf das Standlicht geschoben. Mein Sorgenkind. Fällt regelmäßig aus. Und da eh keiner Standlicht braucht, war es mir egal. Gestern dann doch mal nachgeschaut, wo es denn hapert. Und siehe da…kein Standlicht. BEIDE Bremslichter 😀 Und so bin ich jetzt wochenlang rum gefahren. Prima ^^

Nun ruft die Schule. Und es regnet. Direkt vor der Haustür das erste Mal weggerutscht. Na klasse. *Ironie on* Auf Glatteis warte ich ja immer so sehr. *Ironie off* Ich hasse Glatteis. Da geht man nicht mehr, da stokelt man nur noch. Und ich habe echt noch nie feste Schuhe besessen, mit denen man nicht wegrutscht. Ich hasse den Winter! Ich hasse Kälte! Und ich hasse glatte Straßen! Im Winter fahre ich auch selten Auto. Beziehungsweise man lässt mich nicht. Denn ich mache keinen Hehl daraus, dass ich keine Ahnung habe, ob ich meinen Automatik-Heckantrieb wieder einfange, sollte er ausbrechen. Also vertraue ich lieber auf Andere.

Heute Nachmittag werde ich auf alle Fälle die Auffahrt streuen. Ekelhafte Sauerei…ich streue nicht gerne mit Split, das bleibt in den Sohlen hängen. Salz is auch irgendwie doof. Und Sand sieht so abscheulich aus…Probleme kann man haben 😀 Aber naja…Hauptsache, ich komme ohne Knochenbrüche nach Hause. Und der Postbote soll ja auch noch zu mir kommen…

Denn, Überraschung! Meine Festplatte ist mal wieder unterwegs zu mir! Mal sehen, ob sie dieses Mal auch ankommt ^^

Der Manga-Mörder oder auch „Wieso studiert ihr Journalismus? „

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Hallo ihr Lieben 😉

Heute mal ein absolutes Aufregerthema…Zumindest für mich! Eines gleich vorweg. Ich spreche hier über den Mordfall an einem 14-jährigen Mädchen und ich möchte hier absolut nichts beschönigen. Die Tat an sich ist widerwärtig. Aber ich möchte viel mehr auf die Medien ansprechen.

Heute morgen entpacke ich also wie üblich meine Zeitschriften im Laden. Und dann sticht mir dieses Titelblatt entgegen. „Die schwarze Kunst des Mädchenmörders“. Schwarze Kunst? Wtf!? Weiter werden zwei Bilder beschrieben.

Ein Bild eines Mädchens. Mit Narben. Und Waffe. Laut Medienbericht ein Bild des Opfers. Naja…nicht ganz…erstmal ist da diese Waffe und diese Waffe zeugt nicht gerade von einem wehrlosem Opfer. Und ganz nebenbei handelte es sich hier um einen Charakter aus einem Videospiel.

Ein weiteres Bild. Ein junger Mann mit Messer. Angeblich ein Selbstporträt des Täters. Nun ja…in Wirklichkeit ist es Naruto. Und verdammte scheiße,  ich hab es nie gesehen, aber soweit ich weiß, ist naruto ein Ninja. Und Ninjas haben meistens nen ganzen Haufen Waffen!

So…ich ärgere mich über diese dämliche Berichterstattung. Da wird wieder alles in einen Topf geworfen. Gestern waren es noch die bösen Killerspiele, heute ist es schwarze Kunst, also Mangas. Ich frage mich, wozu jemand Journalismus studiert, um hinterher so eine gequirlte Scheiße zu schreiben! Ist es nicht die Aufgabe eines Journalisten, Informationen zu recherchieren? Selbst ohne Kenntnisse in diesem Bereich hätte es nur gute 5 Minuten gebraucht, um herauszufinden, wer der junge Mann auf der Zeichnung ist. Zumal Naruto ja auch sehr populär ist.
Nein, stattdessen ziehen diese Spinner sich irgendwelchen Mist aus den Fingern. Auf Kosten des Opfers und ihrer Familie. Und auch auf Kosten der Familie des Täters. Da wird einfach mal behauptet, er tötete in einem Wahn. Sicher, in jenem wird er sich befunden haben…aber er hatte sicherlich nichts mit Mangas zu tun.
Es ist eine Schande, dass unsere Medien so verblödet sind. Ich frage mich ernsthaft, was man noch beruhigt lesen kann. In diesem Fall ist mir das Halbwissen nur aufgefallen, weil ich es eben besser wusste. Und wenn nicht? Dann glaube ich es und sterbe als dummer Mensch. Gibt es noch glaubwürdige Medien oder sollte man mittlerweile tatsächlich alles infrage stellen?

Gut, ich schreib mich hier in Rage. Ich könnte kotzen. Es geht um einen wirklich furchtbaren Mord und es wird berichtet, als wären wir hier bei RTL und deren nachmittagsprogramm…ABARTIG!

Ich wünsche euch auf jeden Fall noch einen hübschen Abend. Ich werde jetzt schlafen gehen, morgen wartet der letzte Arbeitstag der Woche auf mich 🙂

Wanderpokal – Der Mann als Trophäe

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Guten Morgen ihr Lieben 🙂

Ich war ungefähr 17. Vielleicht auch 16. Is ja auch egal. Mein Freund war bei der Bundeswehr. Vorbei die Zeiten, wo man sich täglich sah. Leider auch vorbei die Zeit, in der ich zufrieden war. So kam es also in einem Sommer, dass ich zufällig jemanden kennenlernte. Ich nenne ihn mal Jonas. Täglich traf ich mich mit Freunden an der Halfpipe. Immer öfter war auch Jonas da. Ein hübscher Kerl, zwei Jahre älter als ich. Wir verstanden uns gut, allerdings gehörte er zu den wenig wählerischen Männern. Ich denke, ihr wisst, was ich meine.

Er wurde trotz allem immer interessanter. Selbst wenn mein Freund mal da war, hatte ich nur Augen für Jonas. Als Partner war er uninteressant, aber trotzdem war ich gerne in seiner Nähe. Wir verstanden uns super. Einmal wollten wir zusammen eine Tanzschule besuchen. Wir haben sie nicht gefunden und haben letztendlich bei seiner Oma Kaffee getrunken. Mit der Zeit verloren wir uns aus den Augen. Bis jetzt…

Meine Kindergartenfreundin. Frischer single. Auf einmal ist sie diejenige, die mit Jonas anbandelt. Guter Fang, meine Liebe. Allerdings merke ich schnell, dass ich sowieso nie der Typ für ihn war. Denn sie und ich…Tag und Nacht. Sie eher so der helle, strahlende Tag. Mit Sonnenschein und 30 Grad. Ich dann eher so die dunkle, kalte Januarnacht an der windigen Nordsee. 😀

Männer sind da fast wie Pokale, wie Trophäen. Sind sie neu, pflegt und bestaunt man sie. Man ist stolz auf seine Leistung, man hat etwas erhalten. Mit der Zeit bleibt nur diese leise Erinnerung, wenn man vor den alten Staubfängern steht. Und man entschließt sich dazu, sie endlich wegzuräumen. Platz zu schaffen für neue Trophäen. Jonas war nicht mein Pokal, das wollte ich auch nie. Aber meine Freundin, die muss jetzt diesen neuen Pokal polieren und ihm einen guten Platz reservieren.

Die Welt ist klein und so passiert es gar nicht selten, dass Freundinnen von mir auf einmal mit alten Bekannten auftauchen. So war ihre Schwester bis vor kurzem auch noch mit meinem besagten Bundeswehrfreund zusammen. Darüber habe ich damals auch nicht schlecht gestaunt 😀 Wie ich auf ihrem Sofa sitze und urplötzlich mein Ex auftaucht. 😀 Zumindest wünsche ich meiner Freundin jetzt erst mal nur das beste mit dem Neuen…immer in der Hoffnung, dass Jonas sich mittlerweile geändert hat und sie nicht für die Nächstbeste sitzen lässt 🙂

In diesem Sinne einen traumhaften Sonntag! Auf mich wartet jetzt ein Berg Wäsche und ein ausgiebiges Frühstück mit dem Sohn 🙂

Ich, der Waschbär – Die Schauspielerin

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Hallo ihr Lieben 😉

Arbeitstag hinter mich gebracht. Völlig entnervt setze ich meine neue Mütze auf. „Dass du dich traust, sowas zu tragen“, sagt meine Kollegin lachend. Naja, ich kann’s halt. Meine Mütze. Ein Waschbärgesicht und zwei niedliche Öhrchen. Ich mag Öhrchen. Und niemand anderem soll die Mütze gefallen.

Endlich draußen. Es ist kalt geworden. Die Luft ist frisch. Ein Hauch von Brathendl. Woher auch immer das kommt. Aber es macht hungrig. Mit einem Gesicht das töten könnte, kämpfe ich mich durch das Chaos auf dem Parkplatz. Dreimal übersieht mich ein Auto. Ich bin am fluchen und schimpfen. Haben die denn alle keine Augen im Kopf? Eine Kundin läuft mir über den Weg. „Oh Fräulein Greeny! Sie sehen heute aber böse aus!“ Nein, Sie kennen mich lediglich als die suuuuuper nette Verkäuferin mit endloser Geduld und den doofen Sprüchen, die zwar nicht lustig sind, aber Sie sind so doof, dass sie darüber lachen können, dass man sie meterweit nicht überhören kann. Nenn mich Malefiz, angenehm!

Das ist diese doofe Situation, die ich nicht leiden kann. Ich wurde mal wieder enttarnt. Denn als Mensch im Einzelhandel ist man Schauspielerin. Vor wenigen Minuten flötete ich noch jedem Hannes fröhlich entgegen. Jeder wurde mit einem Lächeln und begrüßt. Bittesehr, vielen Dank, ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen…und ach ja…fick dich ins Knie. Ja, der letzte Satz spielt sich natürlich nur in meinem Kopf ab. Selbst dann, wenn ich angeschrien oder beleidigt werde. Kommt eigentlich täglich vor. Aber ich, ich bin freundlich. Dementsprechend schätzen Fremde mich völlig falsch ein. Vor kurzem unterhielt ich mich mit einem Stammkunden. Einer der wenigen, die ich tatsächlich leiden kann. Er dachte, ich sei so der extrovertierte Typ. Immer unterwegs, viele Freunde, sehr humorvoll, verständnisvoll. Und er dachte, ich sei so ein Mensch, der niemals allein sein könnte, denn schließlich unterhalte ich mich so gerne. Danke, ich habe das Schauspiel für mich perfektioniert. Es funktioniert. Und außer diesen Menschen, die ich außerhalb der Firma treffe, hat’s bisher keiner bemerkt.

Denn außerhalb bin ich dann wieder ich. Der Waschbär. Die mit dem etwas gewöhnungsbedürftigem Stil. Die mit den grundsätzlich zwei Mangas in der Tasche. Die, die überall stehen bleibt, sobald sie etwas mit Kätzchen sieht. Die, die eher mürrisch ist und kaum jemandem vertraut. Die mit ihrem japanischen Wörterbuch. Die, die noch schlimmeres denkt, als sie tatsächlich ausspricht. Die, die völlig drauf pfeift, ob sie alleine ist oder Gesellschaft hat. Die, die trotzdem glücklich ist.

Bis zum nächsten Morgen…“Guten Morgen Frau Müller! Neue Haarfarbe? Steht Ihnen ausgezeichnet!“

Die neuen Nachbarn

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Guten Morgen ihr Lieben 🙂

Eigentlich bin ich es gewohnt. In der Wohnung über mir ziehen die Leute regelmäßig ein und wieder aus. Und immer wieder die Hoffnung, dass mal vernünftige Nachbarn dabei sind. Gut, man muss sagen, dass ich diese Nachbarn selten bis gar nicht zu Gesicht bekomme, weil ihr Eingang auf der Seite des Hauses liegt, an der ich nicht vorbei muss. Und mit vernünftig meine ich RUHIG!

Die letzten zwei Nachbarn waren fürchterlich. Partys bis spät in die Nacht. Brennende Hecken. Zigarettenstummel in MEINEM Garten. Ich denke man versteht, wieso ich mir endlich mal normale Menschen dort oben wünsche. Leider sieht es so aus, als würde dieser Wunsch nicht erfüllt.

In diese besagte 3-Zimmer-Wohnung sind jetzt 6 (!) junge Männer eingezogen. Die Polizei war dann jetzt schon zweimal da. Einmal Hausfriedensbruch (sie sind in die Wohnung, obwohl ihr Mietvertrag noch nicht gültig war und wollten auch auf Bitte des Vormieters nicht gehen…gewalttätige Auseinandersetzung) und einmal Ruhestörung. Ja sorry, nachts um 3 (unter der Woche) muss man auch nicht wirklich Pogo tanzen. Ehrlich nicht. Ich freue mich jetzt schon wieder tierisch auf Ärger. Und auf kaputte Lampen. Beim letzten Nachbarn habe ich mit dem Stuhl gegen die Decke geklopft. War das einzig Greifbare. Und dabei kam eben meine Deckenlampe runter 😀

Ich kann mich erinnern, dass der Vermieter mal drauf achten wollte, wer da so einzieht. Klar, deshalb wohnen da jetzt auch doppelt so viele Leute wie die Wohnung Zimmer hat. Aber ich wäre ja nicht Greeny, wenn ich mit diesen Menschen nicht fertig werden würde. Ich hab nix gegen Partys oder dergleichen. Aber wenn mein Sohn davon wach wird, dann werde ich schon irgendwie rasend. Ganz davon ab, dass auch ich gerne in Ruhe schlafen würde 😀

Karaoke oder die Peinlichkeit am laufenden Band

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Hallo ihr Lieben 😉

Wir ließen es uns nicht nehmen. Also mit wir ist meine Klasse gemeint. Die Ergebnisse der Zwischenprüfung sind nun bei allen da. Nicht alle hatten was zu feiern. Und doch haben wir uns dazu entschlossen, gemeinsam wegzugehen. Die richtige Zeit und den richtigen Ort zu finden, war schwer. Aber es hat funktioniert. Und so hat es uns zum Karaoke verschlagen.

Karaoke…das war für mich immer der Inbegriff von zu viel Alkohol und alten Schlagern. Im Endeffekt war es auch bei uns nicht anders. Zwischen 99 Luftballons und Highway to hell floss vorallem das Bier. Und bei den Mädels die Cocktails. Und irgendwann sogar bei einer Dame die Tränen, als drei unserer Jungs „My heart will go on“ trällerten. Ja, es war zum Heulen. Nicht das Lied, sondern die Halbstarken auf der kleinen Bühne 😀

Aber nur zusehen macht ja auch keinen Spaß. Also hab ich mich irgendwann auch überwunden. „Wouldn’t it be nice“ war meine erste Wahl. Ich mag das Lied einfach total gerne. Und mit ein paar Mädels ging es dann noch über sieben Brücken und wir düsten im Sauseschritt. Scheiße, wie peinlich man sich aufführen kann. Aaaaaaber…es hat unglaublich viel Spaß gemacht!

Wiederholungsbedarf! Danke, Leute!

Und nun werde ich mich ins Bett begeben. Morgen wieder früh raus -.-