Archiv für den Monat April 2015

Ich hasse Menschen

Standard

Hallo ihr Lieben!

„Ich hasse Menschen. Aber ich mag Steine. Sie reden nicht und man kann sie werfen.“ Hat sich mittlerweile zu meinem persönlichem Lebensmotto entwickelt. Und ich denke, es passt wie die Faust aufs Auge.

Es gibt so viele Menschen, gegen die ich tiefste Abneigungen hege. Zum Beispiel offensichtlich dumme Menschen. Die, die sich nicht dafür schämen, die geballte Ladung Unwissenheit der gesamten Öffentlichkeit zu präsentieren. Dörte is da ja immer Dauerbrenner.  Erst heute morgen hat sie mich gefragt, während der Kunde noch vor ihr stand, ob der Brief nach Chemnitz  einen Luftpost-Aufkleber braucht. Für Außenstehende ist es lustig, wenn man sich den ganzen Tag sowas anhört, wünscht man sich Kopf auf Tischplatte. Ehrlich…

Ich mag keine politisch desorientierten Personen. „Sollen die halt nicht in so ein Boot steigen und einfach bleiben, wo sie sind“ Keinen Funken Verstand in der Hohlbirne und sich super sicher fühlen. Na wenn die mal nicht irgendwann selber als Flüchtlinge durch die Nordsee schippern. Arschlöcher! Ehrlich mal…

Ich mag keine Verschwörungstheoretiker. Dinge passieren. Schlimme Dinge passieren. Und die Amerikaner haben keine deutsche Maschine in Frankreich abgeschossen. Ehrlich nicht.

Ich mag es nicht, wenn Leute so tun, als würden sie mich nicht kennen. Warum diese Distanz? Sagt doch einfach mal :“Und? Läuft bei dir?“ Ich beiße nicht. Und es könnte ja sogar sein, dass ich unerwartet nett bin. Ehrlich…

Ich kann es nicht leiden, wenn mich Fremde anstarren. Ja, ich habe Pinke Haare, einen Plug mit einem Regenbogen pupsenden Einhorn im Ohr und lese Mangas. Aber ich bin weder kriminell noch psychopathisch veranlagt. Ehrlich nicht…

Ich hasse Menschen, die mir wortlos 80 Cent auf den Tresen knallen und denken, ich wüsste sofort Bescheid,  dass das für die BLÖD ist. Oder wenn sie da stehen und sagen „Marlboro“. Und ich lege ihnen die Schachtel hin und die pampen mich an „Die GROSSE!“. Ich hasse es einfach, wenn man kein Hallo, Tschüß, bitte und danke kennt. Kurzum hasse ich respektloses und unhöfliches Verhalten, wo ich immer voll nett zu denen bin. Ehrlich…

Ich hasse WhatsApp – Nachrichten nachts um 2. Wenn ich schlafe. Und kein Interesse an einem Gespräch habe. Vorallem dann nicht wenn es um Pizzabelag oder sonstigem nicht wichtigen Kram geht. Ich brauche meinen Schönheitsschlaf. Wer meine Augenringe kennt, kann das bestätigen. Und ich will keine Augenringe. Ehrlich nicht…

Es gibt so vieles, was ich an Menschen nicht mag. Sogar, wenn ich den ein oder anderen ganz gerne habe. Ich bin für ein bisschen mehr Liebe. Toleranz. Freundlichkeit. Dann mag ich auch die Leute wieder.

Bis zum nächsten Mal 😉

(Aus)rasten

Standard

Hallo ihr Lieben 😉

11 Tage noch. Schriftliche Abschlussprüfung. Die Zweite. Die Letzte. Die Lernerei schlaucht extrem. Der Zeitdruck noch mehr. Nur noch 11 Tage.

Also lerne ich nicht nur Zuhause und im Bus, sondern auch auf der Arbeit. Hinterm Tresen, auf dem Weg zum Rauchen…eigentlich immer. So manch Stammkunde ist verwundert, dass ich mich da so reinhänge. Die meisten denken halt eher, ich wäre immer so total easy. Ja,aber doch nicht 11 Tage vor der alles entscheidenden Abschlussprüfung!

So stand ich auch heute wieder an meinem Schalter mit meinem Schulbuch und einem recht großem Pamflet an Notiertem. Der einzige Ort außerhalb des Büros, wo ich mich ausbreiten kann und trotzdem nebenbei bedienen kann. Neben mir Dörte. Mein dümmlich-naive und etwas nervige Kollegin. „Hab ich dir schon erzählt…?“ Deklaratorisch, konstitutiv… „Und letzte Woche, da…“ Selbstschuldnerisch, Komplementär und Kommanditist „Boah dieser Kunde heute Mittag…“ Deckungsbeitragsrechnung, Fehlkaufkontrolle „Und dann hat die doch echt…“ HALT DIE FRESSE !

Ich bin ja generell relativ ausgeglichen. Aber nicht 11 Tage vor der Abschlussprüfung! Vorallem weil ich nicht das Ergebnis erreichen möchte, dass Dörte damals  erreichte. Aber nee, da hat sie dann echt diesen Punkt getroffen. Ich also meinen Stapel Zettel und ne Kippe geschnappt und erstmal raus an die frische Luft.

Ich habe mir echt meine Chefin gewünscht. Die hätte mich in ruhe meinen scheiß machen lassen. Aber die hat leider ein paar Tage frei und ich hab eben Dörte. Schön, dass  jetzt erstmal Sonntag kommt. Und ich kann mich ganz in Ruhe auf die OHG, die Mischkalkulation und Preisuntergrenzen konzentrieren.

In diesem Sinne : Macht euch noch ein stressfreies Wochenende 🙂

Der Boden unter den Füßen

Standard

Hallo ihr Lieben

Nach einem sehr langem und schönem Wochenende musste ja doch mal wieder Richtung Arbeit marschieren. Die Abschlussprüfung hängt mir im Nacken, die wird in zwei Wochen geschrieben. Eigentlich habe ich also genug komisches Zeugs im Kopf.

Ich kam also gerade auf der Arbeit an und schaute wie immer nochmal schnell aufs Handy. Entgangener Anruf. Ich Frage Google nach der Nummer. Was jetzt die örtliche Grundschule von mir wollte, war mir ein Rätsel. Aber da ich davon ausging, dass die mich nicht aus Langeweile anrufen, rief ich doch nochmal eben zurück.

Ich hatte die Schulleitung am Hörer. Eine ganz nette Dame. Die erklärte mir aber, dass ich mein Kind noch anmelden muss. Wie anmelden? Wofür? „Naja Frau Greeny, ihr Sohn ist ab nächstem Jahr schulpflichtig“ Moment mal…Schulpflicht? Mein Junge ist dann zur Einschulung nicht mal 6 Jahre alt. Ich dachte, er hätte bis 2017 Zeit und würde ab nächstem Jahr erstmal nur als „Kann-Kind“ durchgehen.

Gut, dann komme ich nicht drum herum. Aber so ein bisschen schwer fühlt man sich schon. Ein Schulkind. Er muss in die Gesellschaft eintreten, sich dem unglaublichen Leistungsdruck beugen, den es heute sogar schon an Grundschulen gibt. Ist er soweit? In einem Jahr kann viel passieren und trotzdem habe ich bedenken, ob er in einem Jahr überhaupt schon groß und reif genug für die Schule ist.

Vieleicht will ich auch nur nicht sehen, dass Junior kein Baby mehr ist. Dass er sehr sprachgewandt ist, sehr interessiert an Neuem, sich Dinge besser merken kann als ich. Vielleicht sehe ich das alles zu arg. Ich bin froh, dass sein Vater die gleichen sorgen teilt.

Ganz andere Gedanken kommen da noch dazu. Der Ranzen. Habt ihr mal gesehen, was ein guter Ranzen kostet? Und die Schulbücher? Ich sollte anfangen, Geld zur Seite zu legen. Der ganze Krempel macht echt arm! Der Gedanke an die Schultüte. An neue Freunde. An die ersten Hausaufgaben. An AG’s. Nette Lehrer. Doofe Lehrer. Elternabende. Dämliche Mütter. Klassenfahrten.

Für ihn beginnt der Ernst des Lebens. Für mich auch nochmal. Nur aus einer anderen Perspektive. Ein bisschen reißt es mir den Boden unter den Füßen weg. Er ist nicht mehr klein. Die Zeit ist gerannt. Und trotzdem bin ich auch ein kleines bisschen stolz und freue mich auf die neuen Hindernisse, die das Leben uns bieten wird und die wir gemeinsam über winden werden.

Friends with Benefits

Standard

Hallo ihr Lieben =)

Ein traumhafter Tag. Ich habe mir komplett frei genommen. Also allein daheim. Irgendwie war es mir doch einfach zu still, also kam mein bester Freund zum Frühstück vorbei. Ich glaube, er war ganz froh darüber, dass ich ihn angerufen hatte, denn er hatte wieder irgendeine Namenlose neben sich liegen und brauchte dringend einen Vorwand, um sie rauszuschmeißen. Eine Freundin von mir gesellte sich dann auch noch dazu. Also haben wir bei den ersten Sonnenstrahlen ein paar Wolldecken geschnappt und uns mit Kaffee und Kippe in den Garten gesetzt.

Wann immer mein Freund von seinen Bettgeschichten erzählt, geht es zwangsläufig auch um das Warum. Warum ist er nicht ehrlich zu den Frauen? Warum sucht er sich nicht wenigstens eine, die weiß, dass da nix Ernsteres läuft? Vielleicht eine, die er dann über einen längeren Zeitraum als seine Unterleibsinteressengemeinschaft vorstellen kann? Meine Freundin drückt mir ihren Finger auf die Wange: „Ja, so wie Greeny halt. Eine, wo du dich zum Kaffee einlädst und wo du dich danach direkt aufs Sofa hauen kannst mit ihr!“ Ich muss lachen. Absurd. „Wie, habt ihr etwa???“, schießt Madame los. „NEIN!“, sage ich. „JA“, sagt der Freund. Na danke auch. Natürlich hat er sie in dem Moment verarscht, aber das wird sie wohl nicht glauben. Also belassen wir es dabei.

Meine Freundin erzählt davon, dass sie sowas schonmal hatte. Dieses „Friends wirh Benefits“. Und letztendlich ist es gescheitert, weil sie sich verliebt hatte. Da ist dann nicht nur der Spaß flöten gegangen, sondern auch die Freundschaft. Sich in ’nen Kumpel zu verlieben, ist auch echt mies. Für den Freund und mich ist sowas kaum vorstellbar, da sind wir uns einig, wenn auch aus anderen Gründen. Ihm ist das trotzdem eine zu starke Bindung, er will lieber das nehmen, was er gerade bekommt. Da war er wieder, der Spruch, für den ich ihn köpfen möchte. Ich selber hätte eher die Bedenken, ob ich jemanden, mit dem ich schlafe, auch weiterhin einfach wie einen Freund behandeln kann. Kann ich mit dem trotzdem über Herzschmerz sprechen? Klingt doch irgendwie etwas komisch in meinem Kopf. Ganz davon ab, dass man sich doch im Endeffekt gegenseitig ausnutzt. Das ist ja generell schon okay, wenn die Fronten vorab geklärt sind. Aber kann man einen Freund ohne schlechtes Gewissen für ein bisschen Spaß ausnutzen? Ich weiß nicht so recht, ich kann mich mit solchen Gedanken nicht anfreunden.

Ich musste automatisch zum Freund rüber schauen. Wie er da saß, mit meiner Freundin plauderte. Die Wolldecke in quietscherosa und mit einer HelloKitty drauf um sich herum gewickelt. In einer Hand seine geliebte Stammkaffeetasse, die er hier immer benutzt. In der Anderen eine Zigarette. Er hielt sie sicher schon für 10 Minuten einfach nur fest, statt sie einfach mal anzuzünden. Ich denke so häufig, dass ihm was Festeres echt mal gut tun würde. Es muss ja nicht gleich die Frau für’s Leben sein, aber zumindest sollte sie erstmal ’nen Namen haben. Vielleicht sollte meine Freundin ihre Erfahrungen mit diesem Bonuspunkt-Freundschaften etwas positiver ausdrücken. Sie ist ja recht offen, vielleicht lässt sich da was machen…dass sie den Freund ziemlich gut findet, weiß ich sowieso schon länger =P

Nach dem Frühstück musste die Freundin leider los. War wirklich sehr amüsant. Zumal wir unter uns immer sehr offen mit Worten um uns schmeißen, zumindest von mir kennt man das eher nicht so gut =D Der Freund hat sich nochmal auf mein sofa gelegt, die Nacht war wohl wieder anstrengend. Na, mal sehen, wann er wieder wach wird, denn eigentlich wollte er noch mit mir einkaufen fahren. Unten dann wieder mal was Musikalisches…übrigens das Lied, dass ich hörte, als ich den letzten Beitrag geschrieben hab 😉

Euch wünsche ich noch ’nen hübschen Tag!

Träum dich weg *-*

Standard

Hallo ihr Lieben!

Feierabend. Ich sitze in der Bahn. Draußen herrliches Wetter, eine angenehme Temperatur, eine leichte Brise und der erste Sonnenuntergang dieses Jahr, den ich bewusst wahrnehme. Er ist schön, fast nicht real. Der Himmel leuchtet. Orange. Rosa. Lila. Blau. Das Wasser des Kanals glitzert in seinen schönsten Farben. Momente, um romantisch zu werden.

Ich bin ja sowieso ein Träumer. Leider sieht man mir das schnell an. Erst heute auf der Arbeit bin ich wieder in meinen Tagträumen versunken. Habe ich erst bemerkt, als meine Kollegin sagte, ich solle wieder zurück in die Realität kommen, ich war schon lange knallrot in Gesicht. Natürliche Reaktion. Auf alles. 😀

Ich höre meine Lieblingsband, ein eher düsteres Lied, dass sich allerdings in so vieler Hinsicht interpretieren lässt. Ich denke an meine erste große Liebe. Als wir uns kennenlernten, saßen wir an einem Abend wie diesem am See. War schön. Dass er der größte Mistkerl dieses Planeten is, merkte ich natürlich erst sehr viel später. Aber trotzdem, dieser Moment bleibt bestehen. Es dauert allerdings nicht lange, bis sich jemand anderes in meinen Kopf schleicht.

Er war und ist etwas Besonderes. Wir waren nie zusammen, hatten nicht mal ein Date und überhaupt leben wir in völlig verschiedenen Welten. Aber er hatte es mir angetan. Habt ihr schon mal von Kryptonit-Menschen gehört? Angeblich hat jeder so einen Menschen. Ein Mensch, zu dem die Verbindung so stark ist, dass man selbst größte Fehler verzeihen könnte und für den man alles stehen und liegen lassen würde. Wenn es sowas wirklich gibt, dann ist er es. Ganz sicher.

Ich würde jetzt gerne mit ihm am See sitzen. Über den Tag reden, vielleicht statt CapriSonne ein Bierchen trinken. Mich an seine Schulter lehnen und über seltsame Dinge philosophieren. Aber da bin ich glaub ich zu langweilig 😀 Ich würde wahrscheinlich über Politik reden, über Weltfrieden und so nen Quatsch. Aber es wäre toll.

Ivh würde nicht mal sagen, dass ich in diesen Mann je verliebt war, aber irgendwas war da eben schon. Jeden Abend hoffe ich, dass er schreibt und fragt, wie es mir geht. Was ich so mache. Ob ich Interesse an nem Glas Wein habe. Hätte ich. Trotz allem.

Ich träume zu viel. Mir wurde die Gabe einer wahrlich ausgeprägten Fantasie gegeben. Ich kann mich in alles rein versetzen. Was ich träume, ist für den Moment Wirklichkeit. Es ist echt. Ich kann es riechen und fühlen. Und ich bin dankbar dafür.

Der Nachthimmel zieht langsam aber wirklich auf. „My heart draws a dream“ heißt eines meiner liebsten Lieder derzeit. Ich träume mich weg, weil es so unfassbar gut tut. Für den Moment tue ich das, wozu ich sonst nicht die Möglichkeit habe. Natürlich muss ich zurück in die Realität. Aber das ist okay, ich kann ja jederzeit wieder dorthin. An den See. Während der Himmel seine schönsten Farben zeigt, die er bieten kann.

Keep on dreaming, Leute 😉

Ich – in 20 Jahren

Standard

Hallöchen ihr Lieben

Habt ihr euch eigentlich schonmal Gedanken darüber gemacht, wie eure Welt in ein paar Jahren aussieht? Wie ihr leben werdet? Welche Träume ihr euch bis dahin erfüllt haben wollt? Ich denke oft an solche Dinge. Gestern Abend habe ich mit meinem besten Freund geschlagene 3 Stunden am Telefon darüber philosophiert. Er und ich, wir könnten nicht unterschiedlicher sein. Er ist ein Kunstwerk. Das meine ich tatsächlich ernst. Seine Glatze zeigt nur einen minimalen Teil dessen, was er sonst noch trägt. Er ist vollstens tätowiert. Überall. Wirklich überall. Er liebt Horror- und Actionfilme, wechselt seine Frauen wie Unterwäsche. So oft, wie er mir von ’ner neuen erzählt, befürchte ich bald, er spart sich die Unterwäsche einfach komplett. Er verliebt sich nicht und ist glücklich damit, er hat seinen Spaß, weil er weiß, dass er trotz Kriegsbemalung unverschämt gut aussieht. Er ist keiner, den man seinen Schwiegereltern vorstellt. Ich weiß noch, wie ich ihn zum ersten Mal zu meiner Mum mitgenommen habe. Sie ist zwar sehr tolerant, war aber doch froh, dass er nicht mein Freund war =D Neben all seiner Arschlochseite ist er Kindergärtner. Einer der wenigen Männer in seinem Beruf. Die Kinder lieben ihn, er liebt die Kinder, die Eltern haben Angst vor ihm, zumindest teilweise. Er hat einen grünen Daumen, einen Putzfimmel (den er freundlicherweise auch bei mir zuhause auslebt ^^), hat selbst um 3 Uhr nachts sein Handy auf volle Lautstärke, um für jeden da zu sein. Ich schweife ab…ihr merkt, dieser Mensch bedeutet mir unheimlich viel. Er ist einer der wenigen, die ich in allen Lebenslagen an meiner Seite haben möchte. Aber so unterschiedlich wir heute sind, so unterschiedlich sind wir auch in 20 Jahren.

In 20 Jahren bin ich Mitte 40. Hoffentlich sehe ich noch gut aus. Falten kann ich da noch keine gebrauchen. Ich hoffe stark darauf, dass ich aussehe wie meine Mutter. Die ist mit mittlerweile Ende 40 immer noch aalglatt im Gesicht. Aber ich möchte auch tätowiert sein. Gut, is meine Mama auch. Allerdings nicht so krass, wie mein bester Freund. Das Gesicht bleibt clean…und gewisse Bereiche unterhalb der Gürtellinie auch, man muss seinem Tätowierer ja auch nicht alles zeigen. Aber sonst so…ja doch, es könnte bunt werden. Mein Sohn ist bis dahin hoffentlich ausgezogen. Klar, hab ihn ja gerne bei mir, aber in 20 Jahren ist er Mitte 20 und hat gefälligst auf eigenen Beinen zu stehen. Ich hoffe, ich habe ein kleines Häuschen mit minimalem Garten. Ich hasse Gartenarbeit. Bungalow wäre schön. Oder eine Altbauwohnung mit Kamin. Kamin wäre geil. Ich würde mit Mitte 40 gerne ein paar Reiseziele abgehakt haben.

Japan

Schottland

Nordkorea (fragt nicht!^^)

China

Argentinien

Frankreich (eigentlich will ich nur ins Disneyland)

Nerja in Spanien (schönster Ort auf diesem Planeten!!!)

Was will ich mit Mitte 40 denn noch so? Ich würde bis dahin gerne vernünftig Klavier spielen können. Zwar bin ich nicht soooo übel darin, aber es könnte schon geiler sein. Außerdem möchte ich einmal einen Gumpert Apollo gefahren sein. Ich hätte gerne einen Hund, einen Akita. Und Katzen, viele Katzen. Ich werde bestimmt so ’ne Katzen-Omi später =D Oder sowas wie Dolores Umbridge…Ich kann mich auch gut im rosa Kostüm vorstellen. Okay nein, kann ich eigentlich nicht.

Ich wäre gerne selbstständig. Keine Ahnung als was. Aber sein eigener Chef zu sein ist schon cool. Wobei ich gestehen muss, dass ich jemanden für die Buchhaltung beschäftigen würde. ’ne Bilanz bekomme ich aufgestellt…aber Warenbewegungen, GuV-Konten und so’n Krams…nee, das krieg ich ja heute schon nicht auf die Kette =D Ich möchte später viele Konzerte besuchen. Aber wer weiß, ob „meine Bands“ dann überhaupt noch existent sind. Also muss ich da so einiges noch vorher erledigen.

Es gibt so vieles, was ich in 20 Jahren erreicht haben möchte. Für mich selber steht heute schon fest, dass ich bis dahin meine eigenen Mauern eingerissen hab, dass ich  nach wie vor in einer verschissenen Gesellschaft leben werde, die keinerlei Probleme damit hat, nach denen zu treten, die unter ihnen stehen, dass ich immer noch kritisch sein werde und versuchen werde, alles von zwei Seiten aus zu betrachten. Ja doch, da bin ich mir sehr sicher.

Mein bester Freund wiederum war da ganz spießig: Einfamilienhaus, Anstellung in städtischer Einrichtung, am liebsten als Einrichtungsleiter. 2 Kinder, ein Junge, ein Mädchen. Etwa 2 Jahre Altersunterschied. Eine tolle Frau, am liebsten tätowiert und gepierct, aber intelligent muss sie auf jeden Fall sein und sie darf weder Mandy noch Chantalle heißen. Er möchte ’nen Ami-Van fahren und einen Golden Retriever…

Zum Abschluss nach meinen geistigen Ergüssen ein wenig Musik meiner allerliebsten Lieblingsband *-* Sorry für’s nicht verstehen, aber: Ich bin übrigens so weit, dass ich die Texte fast ohne Hilfe verstehe ^^

Über Bord geworfen

Standard

Hallo ihr Lieben

Lange ist es her, dass ihr von mir gehört habt. Viel zu lange, wenn ihr mich fragt. Aber hier bin ich wieder. Vorerst. Der Text könnte lang und wirr und unsortiert werden. Wer keine Geduld hat, sollte sich den Kram hier für wann anders aufsparen.

Ich wollte mein Leben umkrempeln. Ganz ehrlich. Und hat es geklappt? Natürlich nicht. Die letzten Jahre haben mich müde gemacht. Ausgelaugt. Erschöpft. Teilweise einsam. Die Ausbildung, sie ist bald beendet, hat mir die letzten Kräfte abgeraubt, die ich überhaupt noch hatte. Heute weiß ich nicht mehr, wozu ich mich noch immer diesem Druck aussetze. Diesem „Ich MUSS besser sein, ich MUSS das schaffen, ich MUSS es allen beweisen!“ Ja, wem muss ich denn eigentlich irgendwas beweisen? Die Ausbildung ist dazu da, um später meinen Lebensunterhalt sichern zu können. Und damit ich ein Blatt Papier von der IHK bekomme. Nüchtern betrachtet, sehe ich es genau so. Lasse ich jetzt meine Gefühle einfließen, sieht das Ganze etwas anders aus. Da hat mir ein wunderbarer Mensch eine Chance gegeben. Einer jungen Frau mit Kind und ohne Schulabschluss. Jede Note schlechter als 3 ist katastrophal. Und eigentlich finde ich alles außer einer geschriebenen 1 schon extrem scheiße. Mein Tag besteht aus arbeiten, das Kind versorgen, lernen und schlafen. Essen wird überbewertet, dazu habe ich während der Arbeit genug Zeit. Es ist nicht so, dass ich abgemagert wäre, aber mein Bedarf ist eindeutig geringer als vor ein paar Jahren.

Da steht man also mit seinem sich selbst aufgelegten Druck. Und wofür? Machen wir uns nix vor, als Einzelhändlerin wird man nicht reich, es wird gerade so zum Leben reichen. Also könnte man eigentlich auch ’nen Gang runterfahren. Mache ich das? Nein, ich will ja studieren. Will ich das wirklich? Nein, ich will nix mehr lernen. Lernen ist scheiße. Aber will ich den Lebensstandard, der mir mit einer Stelle im Einzelhandel geboten wird? Nein, auch nicht. Vielleicht bin ich verwöhnt. Als Tochter eines Fluglotsen waren dreimal Urlaub im Jahr drin und auch sonst hatte man eher gar keine Probleme. Noch dazu ein typisches Einzelkind. Ich will? Ich kriege! Also doch studieren. Irgendwas Wirtschaftliches. Wirtschaft ist immer gut.

Ich stehe in ständiger Kritik. Ich bin’s gewohnt. Aber ich wollte eben auch Veränderung. Was macht Frau, wenn sie ihr gesamtes altes Ich über Bord werfen will? Richtig, erstmal ab zum Friseur. Meine schwerst erzüchteten mittlerweile fast hüftlangen Haare. Weg. Kurzhaarschnitt. Auffällige blonde Strähne in die roten Haare. Mit der alten Haarpracht wollte ich so vieles loswerden. Erinnerungen. Gedanken an Menschen, die ich gern länger, vielleicht sogar für immer in meinem Leben gehabt hätte. Dinge, die ich erlebt habe. Dinge, die mich bis heute belasten und mich zu dem machen, was ich eben bin. Und die sich selbst vom Friseurmeister nicht einfach entfernen lassen. Die Leute fragen nach dem WARUM. Warum was? Warum ich zwei Wochen später wieder beim Friseur war, die Haare also noch kürzer wurden? Warum die Haare pink sind? Warum ich mein Ohrloch dehne? Warum ich mein Leben auf diese Art und Weise gestalte?

Ich war immer ein Mensch, der auffällt. Durch die Optik, durch das Verhalten. Die meisten schütteln den Kopf, andere nennen es „inspirierend“ oder „erfrischend“. Ich finde an mir weder etwas Inspirierendes noch etwas Erfrischendes. Mittlerweile bin ich todlangweilig. Trotz bunter Haare und Metall im Körper. Soziale Kontakte haben darunter gelitten. Ist mir eigentlich auch egal. Bei den meisten Menschen bin ich nicht traurig drum. Meine „beste Freundin“ gehört dazu. Ich nenne sie nach wie vor so, obwohl es ja eigentlich schon lange nicht mehr so ist. Wir haben uns verändert und ich muss ehrlich gestehen, dieser Freundschaftskreis voller stolzer Hartz-IV-Assis, die ständig nur saufen und auch sonst nix auf die Kette kriegen, nee sorry, ist mir einfach zuwider. Stattdessen sitze ich sonntags bei einer anderen Freundin. Wir kennen uns seit Kindheitstagen. Da sitzen wir, sie mit ihrer Familie. Mann, 3 Kinder. Ich dann eher so…mäh…es gibt Kuchen, wie jeden Sonntag. Ich bin eine Kuchenfee geworden. Meine Kuchen glitzern. Wenigstens etwas, das glitzert. Freunde habe ich also schonmal auf das Minimum konzentriert. Und ich muss ganz ehrlich sein. So richtig geil ist es halt auch nicht, sich immer nur über Kinderkrankheiten und Windelgrößen zu unterhalten. Denn neben all dem Mama sein bin ich vorallem auch noch Frau. Und Frau will auch mal einfach lästern, über die neuesten Selbstbräuner reden (welchen ich im Übrigen nicht mal nutze, weil faul) oder Männern hinterher schauen.

Männer…auch so ein leidiges Thema. Ich mag sie nach wie vor nicht. Altlasten sind aufgetaucht, kann man wohl so sagen. Altlasten nerven, sie machen mich aggressiv. Und dann ist da der Vater meines Sohnes. Ein wundervoller Mann, nur eben nicht meiner. Und eigentlich ist das auch gut so. Ja, wir leben zusammen. Eigentlich auch nur wegen dem Kind. Und weil ich in der Ausbildung bin und mich in so vielerlei Ansicht abhängig gemacht habe. Wie oft habe ich auf meine Mutter geschimpft, die nur Teilzeit gearbeitet hat (um für mich da zu sein) und gleichzeitig dankend den Unterhalt meines Vaters angenommen hat. Ja nu, besser bin ich auch nicht. Wir führen einen gemeinsamen Haushalt. Ich zahle für alle das Essen, während er für alle die Miete zahlt. Im gleichen Bett schlafen wir schon seit Jahren nicht mehr, nicht mal im gleichen Zimmer. Dafür hat mein Sohn eine Familie. Die Familie, die ich so nicht hatte. Vielleicht halte ich auch deshalb so an diesem Konzept fest. Eigentlich will ich weg, was Neues. Frei sein für alles Mögliche. Aber mein Sohn geht vor. Da mein Ex und ich tatsächlich ein freundschaftliches Verhältnis pflegen, leidet mein Kind auch nicht darunter. Wäre dem so, wäre ich auch eher ins Frauenhaus gegangen. Aber die Leute finden’s scheiße. Und mir ist es scheißegal. Wie so vieles. Dafür habe ich einen glücklichen 4-jährigen neben mir sitzen, der nach Herzenslaune eine Eisenbahn durch meine liebevoll eingerichtete Stube baut. Ich seh’s schon kommen…heute Nacht habe ich wieder Kleinteile im Fuß stecken.

Wenn hier alles schläft, verkrieche ich mich hinter meinen vollgestopften Bücherregalen oder meinen zahlreichen Zelda-Spielen. Die Abende sind schon einsam. Hier im Ort kenne ich eigentlich keinen. Das war damals der Grund, warum ich überhaupt hierher kam. Aber ich bin auch nicht so der Typ, der sonderlich gut im Kontakte knüpfen ist. Ich mag es nicht mal, angesprochen zu werden. Dann müsste ich die Menschen über kurz oder lang hinter die Fassade lassen. So wie euch gerade. Aber ihr wisst ja nicht, wer ich bin, also ist es ein Leichtes, so ’nen Hardcore-Seelenstrip hinzulegen =D Aber so persönlich. Ja nee…muss nicht sein. Die Leute lernen da die Greeny kennen, die immer lacht, die fröhlich ist, völlig relaxt, die nix stressen kann, die ihr Leben liebt. Manchmal verträumt, manchmal chaotisch, manchmal aufgedreht, manchmal irgendwas. Aber eben ganz sicher nicht der Mensch, der ich bin, sobald die Tür hinter mir zufällt.

Manchmal hab ich so Tage, die fliegen mir solche Gedanken durch die Birne, wie diese hier eben. Gerade die letzten Tage. Der Flugzeugabsturz der germanwings-Maschine beschäftigt mich sehr. Es ist wie bei jedem Flugzeugabsturz. Eigentlich interessiert es mich nicht. Natürlich, da sind Menschen gestorben, das ist schlimm. Aber so an sich betrifft es mich nicht. Vielleicht aber eben doch. Ich versuche seit Tagen zu verstehen, wie sich dieser Co-Pilot gefühlt haben muss. Eigentlich weiß ich es ziemlich genau. Als ich 15 war, wurde ich von einem Psychologen zum nächsten geschliffen. Ich hatte erfolgreich mein Gymnasium geschmissen (ich war so doof, das Abi und somit mein Traumberuf war zum Greifen nah), hatte von Montags bis Sonntags nix Besseres zu tun, als um die Häuser zu ziehen, zu saufen und zu prügeln. Ich habe meinen Eltern die Tochter genommen. Die kleine, süße Dame mit einem Faible für Ballett, Pferde, Bücher und Flugzeuge. Dieses Mädchen gab es nicht mehr. Ich denke schon, dass ich sagen kann, dass meine Eltern mich hervorragend erzogen haben. Was damals passiert ist, ist auch nicht ihnen zuzuschreiben. Und im Nachhinein tut es mir sogar leid. Aber was interessiert sich eine 15-jährige schon für die Gefühle Anderer. Irgend so ein Psychofuzzi sagte dann „Borderline-Syndrom“. Irgendwas Medizinisches, womit ich nix anfangen konnte und bis heute nicht kann. Eine Gefahr für sich und Andere, extreme Stimmungsschwankungen, Depressionen, Angstzustände. All das traf sicherlich zu, aber dem Ganzen einen Namen zu geben, habe ich mich nie getraut. Und das tu ich auch bis heute nicht.

Meine Mutter bestand auf Therapien. Ich hab die halt mitgemacht und mich in irgendwelchen kitschig eingerichteten Räumen von Therapeut X, Y und Z vollsülzen lassen. Mir war’s egal. War nervig und hat mir wertvolle Zeit geraubt. Im Endeffekt galt ich als nicht therapierbar. Weil kein Bock. Und das bin ich heute. Ein halbtherapierte Irre. Ok gut, wir wollen nicht übertreiben. Ich verprügele niemanden mehr. Ich trinke keinen Alkohol mehr. Und die Leute von damals möchte ich auch gar nicht wieder sehen. Aber die Angstzustände, die sind geblieben. Ich hasse das Allein sein, habe panische Angst vor so dämlichen Sachen wie Autobahnen, Sirenen/sonstige Alarmtöne und Stromausfällen. Klingt komisch, ist aber so. Es schränkt mich selber nicht ein. Fahr ich halt Landstraße und halt mir Oropax und Taschenlampe bereit. Alles easy. Nur mein Umfeld, die leiden halt drunter. Aber wie sollte es auch anders sein…is mir scheißegal. Bin ich depressiv? Jain. Ich durchlebe bis heute diese Schübe, in denen ich nicht mehr will. Es ist nicht so, dass ich an Suizid denke, so egoistisch bin ich nicht. Aber ich hätte schon mal Bock auf Ausbrechen. Mal weg von hier, einfach ’ne Auszeit von allem. Mit ein paar Büchern, meinem Wacom, und dem 3DS.

Manchmal sitze ich abends auf meinem Sofa und lausche einfach der Stille. Warten auf den Knall. Erde 2.0 – vielleicht gibt’s ja doch sowas wie ein zweites Leben. Ich würde gerne meine Liebsten mitnehmen, die ich an einer Hand abzählen kann. Vielleicht habe ich so vieles verpasst. Vielleicht hätte ich mir in früherer Zeit nehmen sollen, was ich wollte? Aber wäre ich dann glücklicher, wenn ich mich auf diesen und jenen Mann eingelassen hätte? Zumindest für den Moment? Oder würde es mir besser gehen, wenn ich damals zusammen mit meinem Vater weggezogen wäre? Oder wenn ich mich generell an einem bestimmten Punkt entschieden hätte, die Abzweigung in eine andere Richtung zu wählen? Ich stehe bis heute ständig vor Schildern, die mich zweifeln lassen, welchem ich folgen soll. Ich weiß nicht immer, was gut für mich ist. Stehen bleiben kann ich nicht. Man muss den Arsch ja hochbewegen. Ich sag mir auch immer, es hätte schlimmer kommen können. Wenn ich den Menschen so meine Geschichte erzähle (das sind weiß Gott sowieso schon nicht viele), dann glauben sie oft, ich hätte eine blühende Fantasie. So verkorkst kann man doch gar nicht sein. Erst recht nicht ich. Die mit ihrem Topzeugnis, die alles so super hinbekommt. Ja doch, is halt so gewesen. Und es geht schlimmer. Immer. Ich hätte mich zum Beispiel für nen Fuffi prostituieren können. Ist das eigentlich ein schlechter Kurs? Keine Ahnung, ich kenne nicht allzu viele Nutten. Naja, eigentlich gar keine. Wobei ich Menschen kenne, wo man solche Dinge vermutet. Aber das ist ein anderes Thema…Ich hätte auch zum Junkie werden können. Wurde auch nix draus, ich hab ein paar Mal gekifft, war ja gar nicht so super lustig, wie alle sagten. Ich hab nur meinem Kumpel den Kühlschrank leer gefressen. Brot mit Mayo…ich weiß es noch ziemlich genau…Da lagen auch mal härtere Sachen am Tisch. Hab ich nie angerührt. Ich habe in meiner eigenen Familie erleben müssen, was Drogen aus einem Menschen machen. Und da wollte ich nicht hin. Garantiert nicht.

Ja, weiß auch nicht. So im Nachhinein betrachtet muss ich trotz allem sagen, dass ich ’ne geile Jugend hatte und immer noch habe. Heute ruhiger als früher, aber irgendwie trotzdem geil. Ich bin Mitte 20…trotzdem nicht erwachsen geworden. Will ich auch gar nicht. Ich bin nach wie vor damit beschäftigt, mich selbst zu finden. Das braucht Zeit. Und voller jugendlichem Elan lässt sich so vieles so viel einfacher finden. Die große Liebe zum Beispiel =D Okay, über die bin ich schon hinweg. Aber ich kann noch so viel mehr finden. Meinen Traumberuf zum Beispiel. Zumindest etwas, was dem nahe kommt…denn wie gesagt, das Abi mach ich nicht mehr. Glaub ich zumindest. Vielleicht sehe ich das nach der Ausbildung auch anders.

Zum Schluss möchte ich ein paar Menschen noch was mit auf den Weg geben, persönlich würde ich es ihnen nie sagen und ich bin sicher, dass sie es hier nicht lesen. Es interessiert mich nicht, ob ihr mich scheiße findet. Ihr kennt weder meine Vergangenheit noch meine Gegenwart. Das nächste Piercing, dass ich mir stechen lasse, ist auch nur für euch, ihr spießigen Schmalspurscheißer. Ich bin Rebellin, seit damals. Bis heute. Und ich lasse mich in keine Kiste quetschen, die eurem Bild einer perfekten Gesellschaft entspricht. Ich werde weiterhin im Supermarkt fluchen und pöbeln, wenn man sich vordrängelt. Ach ja, und du, ja genau DU…mit dir hätte ich gerne mal geschlafen =D

So, das tat gut. Hab halt so keinen, bei dem ich mich so wirr und unsortiert auskotzen kann. Hab ich jetzt hier vor meinem Bildschirm. Weit weg von euch. Aber ihr habt ’nen kleinen Einblick, der vielleicht auch erklärt, warum so lange nix von mir kam. Vielleicht bleibt das auch weiterhin so. Ich muss mich aus meinem Tief erstmal wieder rauskämpfen. Aber ich bin sicher, ich pack‘ das bald und bis dahin wünsche ich euch ’ne traumhafte Zeit =)