Archiv für den Monat Juni 2015

Hauptsache keine Menschen

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Hallo ihr Lieben 🙂

Herrlich! Sommer! Sonne! Hier, in Deutschland! 😀 Umso mehr freue ich mich über meinen Luxus, um 12 schon heim fahren zu können.

Ich freu mich ganz arg auf meinen Garten. Und dann gibt es das, was ich viel zu selten wirklich genießen kann. Irgendwas ist ja immer. Ihr kennt das ja. Aber nein, heute nicht.

Ich werde mir einen schönen Milchkaffee in meiner Lieblingstasse machen und mir meine olle Gartenliege schnappen…könnte auch mal ne neue her…aber nicht heute, heute will ich da drauf legen. Und ich habe mir fest vorgenommen, dass mich bis heute Abend keiner nervt. Handy aus. Telefon lautlos. Und den Postboten habe ich derzeit sowieso nicht zu befürchten. Meine gesprächige Nachbarin hat diese Woche spätschicht, also wird sie hier auch nicht auftauchen.

Vielleicht werde ich ja sogar braun, wenn ich da so rum liege. Okay nein, davon kann ich nur träumen 😀 Aber egal…vornehme Blässe…

Ich habe mich lange nicht mehr so aufs Nichtstun gefreut. Das muss das Wetter sein. Im Gegensatz zu Otto-Normal-Deutscher beklage ich mich nicht über Hitze. Wenn es zu warm wird, hüpfe ich in Pool oder gehe in Schatten. Naja, Pool…größeres Planschbecken 😀 Ich liebe den Sommer. Ist absolut meine Jahreszeit.

Jetzt warte ich nur noch auf meinen Zug und dann heißt es Zuhause nur noch: Hauptsache keine Menschen…

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Traummänner

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Hallo ihr Lieben 🙂

Meine beste Freundin steckt grade im akuten Liebeskummer fest. Sie hat den warscheinlich normalste Typen, den sie je hatte, vor die Tür gesetzt. Normal bezogen auf das Oberflächliche. Im Gegensatz zu ihren anderen ungezählten Ex-Lovern war der junge Mann gebildet, arbeitete neben dem Studium (alleine der Punkt STUDENT hat uns bei ihr schon stark gewundert ^^), sah gut aus und war sehr höflich und zuvorkommend. Leider war der Gute leicht…naja…doof!? Doof auf Bezug seines Verhaltens. Ich hätte ihm gerne öfter mal ein Snickers angeboten.

Und so ist es nur natürlich, dass wir uns darüber unterhalten, wie unmöglich es ist, einem Traummann zu begegnen.  Der Idiot heißt ja nicht umsonst TRAUMmann. Wir sind mal die wichtigsten ihrer Verflossenen durchgegangen. Die Namen haben wir natürlich alle abgeändert.

Zum Einen war da Jörn. Jörn war nur geringfügig älter als sie. Ein absoluter Kumpeltyp. Loyal gegenüber jedem, der ihm am Herzen lag. Leider ein Trottel, wie er im Buche stand. Schwer von Begriff, BILD-Leser und die einzig sinnvollen Dinge, die er so sagte, sagte er im besoffenen oder bekifften Zustand. Kein Traummann also.

Dann gab es da noch den Leon. Der War schon ein paar Jahren älter als sie. Ich glaube, so um die 10 Jahre älter. An sich ein netter Kerl. Er hat sich sehr um meine Freundin gekümmert. Konnte ihr die Stirn bieten (Ultra wichtig!!!). Hatte Sinn für Humor und absolut keine Probleme mit massiver Eifersucht. Leider war er chaotisch. Mehr als chaotisch. Sie musste als Putzfrau herhalten. Ohne sie wäre er irgendwann unter bergen von Geschirr begraben worden und er hätte jahrelang vom waschen verfärbte Socken getragen. Kein Traummann.

Oh, dann gab es noch Felix. Felix war ein Prinz. Glitzernd. Auf einem Pferd…naja, eher ein Pony. Romantiker hoch 10, für jeden Spaß zu haben, ein fabelhafter Koch. Ein guter Zuhörer. Leider ein totales Weichei. Also wirklich. Nicht nur sensibel, was ja nicht schlimm wäre, nein, ein richtiger Waschlappen. Also auch kein Traummann.

Und noch Ben. Den hatten wir beide. Sagt alles. Absolut kein Traummann…es ist NICHT romantisch, mit blutendem Gesicht und Blumen mitten in der Nacht auf die Angebetete zu warten.

Also basteln wir unseren eigenen Traummann. War bei uns beiden einfach. Normalo, kein Schönling. Er muss sein Leben halbwegs im Griff haben, also wäre ein Job schon mal nicht verkehrt plus sauberer Wohnung, die nicht von Mama geputzt wird. Er sollte Kinder mögen (wir sind ja nunmal beide „vorbelastet“^^). Lieb muss er sein und trotzdem in der Lage, auch mal aufn Tisch zu hauen. Treue ist ja auch nie verkehrt. Und wir sind uns in einem Punkt noch einig : Kein HipHop! 😀

Hollywood, wir kommen. Und bis dahin müssen wir unsere Chromosom-Gegensätze wohl einfach so nehmen, wie sie sind. Und naja…manchmal ergeben so gewisse Differenzen ja auch eine interessante Kombination 😉

Lass endlich los

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Hallo ihr Lieben 🙂

Ach, ich hasse es. Monatelang hatte ich keinen Kontakt zu meinem alten Bekannten. Für ihn war das eindeutig besser. Denn leider hatte er sich in eine Person verliebt, die nicht das ist, was sie vorgibt zu sein. Ich war leider nie so ehrlich zu ihm, einfach zu sagen „Junge, ich hab keinen Bock auf Beziehung.“ Ich hatte nie etwas mit ihm laufen. Das hätte ich auch nicht gekonnt. Denn ich kann niemanden wirklich bescheissen, den ich irgendwo mag. Und doch hab ich ihn mir Ewigkeiten bei Stange gehalten. Er hat mich mit Mittagessen versorgt, hat mich an kalten Wintertagen nach Hause gefahren und auch sonst hatte ich keinerlei Nachteile mit ihm. Letztendlich war ich zu feige, die Fronten zu klären aus Angst, ihn noch mehr zu verletzen. Also schlief der Kontakt langsam aber wirklich ein. Und das war gut so.

Tja, hat leider nicht den gewünschten Effekt gebracht. 8 Monate war es ruhig um ihn. Dann war er wieder da. Und es ist wie immer. Nur diesmal hatte ich den Mut, ihm zu sagen, wie der Hase läuft. Ich will ihm nicht weh tun. Und erst recht nicht aus Mitleid Dinge tun, die er hinterher mehr bereut als ich selbst. Natürlich verletze ich ihn nichtsdestotrotz. Er will eine Beziehung. Ich bin kein Mensch dafür. Ich will keinen goldenen Käfig, ich mag meine Freiheit. Jemand sagte mal „Du klingst, als wärst du enttäuscht worden“ Ja, wie jeder andere Mensch wohl auch. Nur habe ich meine Schlüsse daraus gezogen und weiß sowas heute zu verhindern. Ich bin ein Meister im Unterdrücken von Gefühlen. Und ich kann damit sehr gut umgehen, ich bin glücklich. Zu gerne hätte ich eine Anleitung dafür parat, um sie ihm zu geben.

Getern Abend kam erst wieder eine schnulzige Nachricht. Ich frag mich immer, wie er sich in eine Frau verlieben kann, die er nur als junges Mädchen der Schulzeit kennt. Schließlich habe ich mich verändert, bin eigentlich sogar ein komplett anderer Mensch. Er kennt mich doch gar nicht. Er tut mir leid. Ich wünsche ihm tatsächlich nur das Beste. Aber das bin nicht ich. Ich wünschte, er könnte los lassen. Einfach nen Abgang machen und sagen „Scheiß drauf“.

Hochgefühle

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Hallo ihr Lieben 🙂

Jetzt muss ich mich ja doch mal wieder melden. Die letzten Tage waren…turbulent.

Letzten Mittwoch war also meine Mündliche Prüfung. Zu meinem Glück waren mir die Gesichter bekannt. Denn da saßen die gleichen Prüfer wie letztes Jahr. Ich hab da also dann mal eben meine Prüfung abgelegt. Nachdem ich eh wusste, dass da drin Leute sitzen, mit denen ich schon mal zu tun hatte, war meine Nervosität ab dem Punkt, an dem ich den Raum betreten hatte, komplett verflogen . So habe ich mich also über Lagerhaltung von Cigarren, Ökologie von E-Zigaretten, zzsatzstofffreie Tabake und Jugendschutz unterhalten. Statt der angesetzten 20 Minuten hatte ich dann 45 Minuten zu erzählen. Aber mich hat auch niemand unterbrochen, also hab ich selbst gar nicht mitbekommen 😀

Jetzt hielt ich also meinen Wisch in der Hand. Bestanden mit einer Gesamtpunktzahl von 96%. Ich denke, das ist ein Ergebnis, auf das ich stolz sein kann. Zumal ich vor 3 Jahren nicht dachte, dass ich mit so einem Ergebnis davon komme. Also ja, ich bin stolz.

Meinen Arbeitsvertrag unterschreibe ich heute. Sehr cool. Eigentlich hätte das schon längst passieren sollen. Aber Kommunikation in der Personalabteilung lief wohl mal nicht so gut 😀 Egal, meinen Job habe ich.

Die Tage habe ich mich mit dem Bezirksleiter unterhalten. Ihm passt das immer noch nicht so ganz, dass ich unbedingt in meiner Filiale bleiben will. Er hat mir sogar angeboten, dass ich in einer geplanten neuen Filiale die Filialleitung machen könnte. Aber nö. Ich bleib hier. Und Chef will ich eh nicht sein. Ich seh ja, wie viel Arbeit das macht, wieviele Überstunden da drauf gehen und wie viel Verantwortung dieser Posten mit sich bringt. Die regelmäßigen Treffen mit dem BigBoss sind dann nur noch ein kleiner Grund mehr, die kleine Angestellte zu bleiben 😀

Aber so ein bisschen geehrt fühle ich mich trotzdem. Ein neuer Azubi rief in meiner Filiale an, um sich bei mir zu bedanken. Laut Bezirksleiter hat er nur wegen mir die Chance bekommen, die er brauchte. Er ist junger Vater. Und ich war die erste, bei der man das Risiko einging, einen Azubi einzustellen, der möglicherweise recht schnell alles hinwirft. Es ist schön zu wissen, dass man die Leistung anerkennt und dass man seine Ansichten ein wenig verändert hat.

Jetzt hab ich also offiziell ausgelernt und jetzt ruft in ein paar Wochen erstmal mein Urlaub. Die Zugtickets sind bereits gebucht. Es geht mal wieder nach Bayern zur Familie. Ich freu mich schon riesig drauf 🙂

Aber jetzt ruft erstmal die Arbeit wieder nach mir. Ich hoffe, es wird ein ruhiger Tag 🙂 Und euch noch nen traumhaften Nachmittag!

Läuft rückwärts, aber läuft!

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Hallo ihr Lieben 🙂

3 Jahre beinahe durchgehend Glückssträhne waren dann wohl jetzt auch genug, glaube ich. Die letzten Tage waren eher…bescheiden.

Aber erstmal die guten Nachrichten, denn der absolute Pechvogel bin ich dann auch wieder nicht. Am Mittwoch habe ich meine Mündliche. Dann hab ich es endlich hinter mir. Und glücklicherweise ereilt mich nicht das Schicksal, erstmal arbeitslos zu sein. Denn ich werde übernommen. Meine Chefin hat die ganzen Jahre dafür gekämpft, dass ich bleibe, wo ich bin. Eigentlich ist das nicht so gewollt von der Firma, man soll nach der Ausbildung in andere Filialen. Aber meine Chefin kann nervig sein, wenn sie will. Und so hat sie sich durchgesetzt. Ich bleibe. Bei 30 Stunden die Woche. Und damit bin ich total zufrieden. 🙂

Aber so einen kleinen Schlag gab es leider trotzdem. Und der heißt Wasserschaden. Den haben wir wohl nicht erst seit gestern, aber bei einem komplett gefliesten Bad merkt man es wohl generell relativ spät, sagte man mir. Ich habe es gemerkt, als die Toilette abgesackt ist.Jetzt habe ich hier eine Baustelle. Alles muss weg. Alles muss neu. Mir graut es schon vor den Trocknungsgeräten, die sollen ja doch relativ laut sein.

Die meisten sehen das gar nicht so eng. „Ist doch toll, kriegst ein neues Badezimmer“, „Dann musst du wenigstens nicht selbst renovieren“. Aber bis es so weit ist, habe ich hier in einer Tour Handwerker im Haus, wo einer unverschämter ist als der Andere. Ganz zu schweigen von der immensen Einschränkung der Lebensqualität, die ich hier gerade habe. Aber gut, dafür ist es irgendwann schön und heile und sauber und neu. Und nicht mehr gesundheitsgefährdend. Der wohl wichtigste Punkt an der Sache.

So, heute ruft dann mein Garten, das Kind möchte Federball spielen. Das Wetter ist uns ja endlich gnädig 🙂 Euch ein schönes Wochenende 🙂