Archiv der Kategorie: Greeny hat ’ne Meinung

Über Bord geworfen

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Hallo ihr Lieben

Lange ist es her, dass ihr von mir gehört habt. Viel zu lange, wenn ihr mich fragt. Aber hier bin ich wieder. Vorerst. Der Text könnte lang und wirr und unsortiert werden. Wer keine Geduld hat, sollte sich den Kram hier für wann anders aufsparen.

Ich wollte mein Leben umkrempeln. Ganz ehrlich. Und hat es geklappt? Natürlich nicht. Die letzten Jahre haben mich müde gemacht. Ausgelaugt. Erschöpft. Teilweise einsam. Die Ausbildung, sie ist bald beendet, hat mir die letzten Kräfte abgeraubt, die ich überhaupt noch hatte. Heute weiß ich nicht mehr, wozu ich mich noch immer diesem Druck aussetze. Diesem „Ich MUSS besser sein, ich MUSS das schaffen, ich MUSS es allen beweisen!“ Ja, wem muss ich denn eigentlich irgendwas beweisen? Die Ausbildung ist dazu da, um später meinen Lebensunterhalt sichern zu können. Und damit ich ein Blatt Papier von der IHK bekomme. Nüchtern betrachtet, sehe ich es genau so. Lasse ich jetzt meine Gefühle einfließen, sieht das Ganze etwas anders aus. Da hat mir ein wunderbarer Mensch eine Chance gegeben. Einer jungen Frau mit Kind und ohne Schulabschluss. Jede Note schlechter als 3 ist katastrophal. Und eigentlich finde ich alles außer einer geschriebenen 1 schon extrem scheiße. Mein Tag besteht aus arbeiten, das Kind versorgen, lernen und schlafen. Essen wird überbewertet, dazu habe ich während der Arbeit genug Zeit. Es ist nicht so, dass ich abgemagert wäre, aber mein Bedarf ist eindeutig geringer als vor ein paar Jahren.

Da steht man also mit seinem sich selbst aufgelegten Druck. Und wofür? Machen wir uns nix vor, als Einzelhändlerin wird man nicht reich, es wird gerade so zum Leben reichen. Also könnte man eigentlich auch ’nen Gang runterfahren. Mache ich das? Nein, ich will ja studieren. Will ich das wirklich? Nein, ich will nix mehr lernen. Lernen ist scheiße. Aber will ich den Lebensstandard, der mir mit einer Stelle im Einzelhandel geboten wird? Nein, auch nicht. Vielleicht bin ich verwöhnt. Als Tochter eines Fluglotsen waren dreimal Urlaub im Jahr drin und auch sonst hatte man eher gar keine Probleme. Noch dazu ein typisches Einzelkind. Ich will? Ich kriege! Also doch studieren. Irgendwas Wirtschaftliches. Wirtschaft ist immer gut.

Ich stehe in ständiger Kritik. Ich bin’s gewohnt. Aber ich wollte eben auch Veränderung. Was macht Frau, wenn sie ihr gesamtes altes Ich über Bord werfen will? Richtig, erstmal ab zum Friseur. Meine schwerst erzüchteten mittlerweile fast hüftlangen Haare. Weg. Kurzhaarschnitt. Auffällige blonde Strähne in die roten Haare. Mit der alten Haarpracht wollte ich so vieles loswerden. Erinnerungen. Gedanken an Menschen, die ich gern länger, vielleicht sogar für immer in meinem Leben gehabt hätte. Dinge, die ich erlebt habe. Dinge, die mich bis heute belasten und mich zu dem machen, was ich eben bin. Und die sich selbst vom Friseurmeister nicht einfach entfernen lassen. Die Leute fragen nach dem WARUM. Warum was? Warum ich zwei Wochen später wieder beim Friseur war, die Haare also noch kürzer wurden? Warum die Haare pink sind? Warum ich mein Ohrloch dehne? Warum ich mein Leben auf diese Art und Weise gestalte?

Ich war immer ein Mensch, der auffällt. Durch die Optik, durch das Verhalten. Die meisten schütteln den Kopf, andere nennen es „inspirierend“ oder „erfrischend“. Ich finde an mir weder etwas Inspirierendes noch etwas Erfrischendes. Mittlerweile bin ich todlangweilig. Trotz bunter Haare und Metall im Körper. Soziale Kontakte haben darunter gelitten. Ist mir eigentlich auch egal. Bei den meisten Menschen bin ich nicht traurig drum. Meine „beste Freundin“ gehört dazu. Ich nenne sie nach wie vor so, obwohl es ja eigentlich schon lange nicht mehr so ist. Wir haben uns verändert und ich muss ehrlich gestehen, dieser Freundschaftskreis voller stolzer Hartz-IV-Assis, die ständig nur saufen und auch sonst nix auf die Kette kriegen, nee sorry, ist mir einfach zuwider. Stattdessen sitze ich sonntags bei einer anderen Freundin. Wir kennen uns seit Kindheitstagen. Da sitzen wir, sie mit ihrer Familie. Mann, 3 Kinder. Ich dann eher so…mäh…es gibt Kuchen, wie jeden Sonntag. Ich bin eine Kuchenfee geworden. Meine Kuchen glitzern. Wenigstens etwas, das glitzert. Freunde habe ich also schonmal auf das Minimum konzentriert. Und ich muss ganz ehrlich sein. So richtig geil ist es halt auch nicht, sich immer nur über Kinderkrankheiten und Windelgrößen zu unterhalten. Denn neben all dem Mama sein bin ich vorallem auch noch Frau. Und Frau will auch mal einfach lästern, über die neuesten Selbstbräuner reden (welchen ich im Übrigen nicht mal nutze, weil faul) oder Männern hinterher schauen.

Männer…auch so ein leidiges Thema. Ich mag sie nach wie vor nicht. Altlasten sind aufgetaucht, kann man wohl so sagen. Altlasten nerven, sie machen mich aggressiv. Und dann ist da der Vater meines Sohnes. Ein wundervoller Mann, nur eben nicht meiner. Und eigentlich ist das auch gut so. Ja, wir leben zusammen. Eigentlich auch nur wegen dem Kind. Und weil ich in der Ausbildung bin und mich in so vielerlei Ansicht abhängig gemacht habe. Wie oft habe ich auf meine Mutter geschimpft, die nur Teilzeit gearbeitet hat (um für mich da zu sein) und gleichzeitig dankend den Unterhalt meines Vaters angenommen hat. Ja nu, besser bin ich auch nicht. Wir führen einen gemeinsamen Haushalt. Ich zahle für alle das Essen, während er für alle die Miete zahlt. Im gleichen Bett schlafen wir schon seit Jahren nicht mehr, nicht mal im gleichen Zimmer. Dafür hat mein Sohn eine Familie. Die Familie, die ich so nicht hatte. Vielleicht halte ich auch deshalb so an diesem Konzept fest. Eigentlich will ich weg, was Neues. Frei sein für alles Mögliche. Aber mein Sohn geht vor. Da mein Ex und ich tatsächlich ein freundschaftliches Verhältnis pflegen, leidet mein Kind auch nicht darunter. Wäre dem so, wäre ich auch eher ins Frauenhaus gegangen. Aber die Leute finden’s scheiße. Und mir ist es scheißegal. Wie so vieles. Dafür habe ich einen glücklichen 4-jährigen neben mir sitzen, der nach Herzenslaune eine Eisenbahn durch meine liebevoll eingerichtete Stube baut. Ich seh’s schon kommen…heute Nacht habe ich wieder Kleinteile im Fuß stecken.

Wenn hier alles schläft, verkrieche ich mich hinter meinen vollgestopften Bücherregalen oder meinen zahlreichen Zelda-Spielen. Die Abende sind schon einsam. Hier im Ort kenne ich eigentlich keinen. Das war damals der Grund, warum ich überhaupt hierher kam. Aber ich bin auch nicht so der Typ, der sonderlich gut im Kontakte knüpfen ist. Ich mag es nicht mal, angesprochen zu werden. Dann müsste ich die Menschen über kurz oder lang hinter die Fassade lassen. So wie euch gerade. Aber ihr wisst ja nicht, wer ich bin, also ist es ein Leichtes, so ’nen Hardcore-Seelenstrip hinzulegen =D Aber so persönlich. Ja nee…muss nicht sein. Die Leute lernen da die Greeny kennen, die immer lacht, die fröhlich ist, völlig relaxt, die nix stressen kann, die ihr Leben liebt. Manchmal verträumt, manchmal chaotisch, manchmal aufgedreht, manchmal irgendwas. Aber eben ganz sicher nicht der Mensch, der ich bin, sobald die Tür hinter mir zufällt.

Manchmal hab ich so Tage, die fliegen mir solche Gedanken durch die Birne, wie diese hier eben. Gerade die letzten Tage. Der Flugzeugabsturz der germanwings-Maschine beschäftigt mich sehr. Es ist wie bei jedem Flugzeugabsturz. Eigentlich interessiert es mich nicht. Natürlich, da sind Menschen gestorben, das ist schlimm. Aber so an sich betrifft es mich nicht. Vielleicht aber eben doch. Ich versuche seit Tagen zu verstehen, wie sich dieser Co-Pilot gefühlt haben muss. Eigentlich weiß ich es ziemlich genau. Als ich 15 war, wurde ich von einem Psychologen zum nächsten geschliffen. Ich hatte erfolgreich mein Gymnasium geschmissen (ich war so doof, das Abi und somit mein Traumberuf war zum Greifen nah), hatte von Montags bis Sonntags nix Besseres zu tun, als um die Häuser zu ziehen, zu saufen und zu prügeln. Ich habe meinen Eltern die Tochter genommen. Die kleine, süße Dame mit einem Faible für Ballett, Pferde, Bücher und Flugzeuge. Dieses Mädchen gab es nicht mehr. Ich denke schon, dass ich sagen kann, dass meine Eltern mich hervorragend erzogen haben. Was damals passiert ist, ist auch nicht ihnen zuzuschreiben. Und im Nachhinein tut es mir sogar leid. Aber was interessiert sich eine 15-jährige schon für die Gefühle Anderer. Irgend so ein Psychofuzzi sagte dann „Borderline-Syndrom“. Irgendwas Medizinisches, womit ich nix anfangen konnte und bis heute nicht kann. Eine Gefahr für sich und Andere, extreme Stimmungsschwankungen, Depressionen, Angstzustände. All das traf sicherlich zu, aber dem Ganzen einen Namen zu geben, habe ich mich nie getraut. Und das tu ich auch bis heute nicht.

Meine Mutter bestand auf Therapien. Ich hab die halt mitgemacht und mich in irgendwelchen kitschig eingerichteten Räumen von Therapeut X, Y und Z vollsülzen lassen. Mir war’s egal. War nervig und hat mir wertvolle Zeit geraubt. Im Endeffekt galt ich als nicht therapierbar. Weil kein Bock. Und das bin ich heute. Ein halbtherapierte Irre. Ok gut, wir wollen nicht übertreiben. Ich verprügele niemanden mehr. Ich trinke keinen Alkohol mehr. Und die Leute von damals möchte ich auch gar nicht wieder sehen. Aber die Angstzustände, die sind geblieben. Ich hasse das Allein sein, habe panische Angst vor so dämlichen Sachen wie Autobahnen, Sirenen/sonstige Alarmtöne und Stromausfällen. Klingt komisch, ist aber so. Es schränkt mich selber nicht ein. Fahr ich halt Landstraße und halt mir Oropax und Taschenlampe bereit. Alles easy. Nur mein Umfeld, die leiden halt drunter. Aber wie sollte es auch anders sein…is mir scheißegal. Bin ich depressiv? Jain. Ich durchlebe bis heute diese Schübe, in denen ich nicht mehr will. Es ist nicht so, dass ich an Suizid denke, so egoistisch bin ich nicht. Aber ich hätte schon mal Bock auf Ausbrechen. Mal weg von hier, einfach ’ne Auszeit von allem. Mit ein paar Büchern, meinem Wacom, und dem 3DS.

Manchmal sitze ich abends auf meinem Sofa und lausche einfach der Stille. Warten auf den Knall. Erde 2.0 – vielleicht gibt’s ja doch sowas wie ein zweites Leben. Ich würde gerne meine Liebsten mitnehmen, die ich an einer Hand abzählen kann. Vielleicht habe ich so vieles verpasst. Vielleicht hätte ich mir in früherer Zeit nehmen sollen, was ich wollte? Aber wäre ich dann glücklicher, wenn ich mich auf diesen und jenen Mann eingelassen hätte? Zumindest für den Moment? Oder würde es mir besser gehen, wenn ich damals zusammen mit meinem Vater weggezogen wäre? Oder wenn ich mich generell an einem bestimmten Punkt entschieden hätte, die Abzweigung in eine andere Richtung zu wählen? Ich stehe bis heute ständig vor Schildern, die mich zweifeln lassen, welchem ich folgen soll. Ich weiß nicht immer, was gut für mich ist. Stehen bleiben kann ich nicht. Man muss den Arsch ja hochbewegen. Ich sag mir auch immer, es hätte schlimmer kommen können. Wenn ich den Menschen so meine Geschichte erzähle (das sind weiß Gott sowieso schon nicht viele), dann glauben sie oft, ich hätte eine blühende Fantasie. So verkorkst kann man doch gar nicht sein. Erst recht nicht ich. Die mit ihrem Topzeugnis, die alles so super hinbekommt. Ja doch, is halt so gewesen. Und es geht schlimmer. Immer. Ich hätte mich zum Beispiel für nen Fuffi prostituieren können. Ist das eigentlich ein schlechter Kurs? Keine Ahnung, ich kenne nicht allzu viele Nutten. Naja, eigentlich gar keine. Wobei ich Menschen kenne, wo man solche Dinge vermutet. Aber das ist ein anderes Thema…Ich hätte auch zum Junkie werden können. Wurde auch nix draus, ich hab ein paar Mal gekifft, war ja gar nicht so super lustig, wie alle sagten. Ich hab nur meinem Kumpel den Kühlschrank leer gefressen. Brot mit Mayo…ich weiß es noch ziemlich genau…Da lagen auch mal härtere Sachen am Tisch. Hab ich nie angerührt. Ich habe in meiner eigenen Familie erleben müssen, was Drogen aus einem Menschen machen. Und da wollte ich nicht hin. Garantiert nicht.

Ja, weiß auch nicht. So im Nachhinein betrachtet muss ich trotz allem sagen, dass ich ’ne geile Jugend hatte und immer noch habe. Heute ruhiger als früher, aber irgendwie trotzdem geil. Ich bin Mitte 20…trotzdem nicht erwachsen geworden. Will ich auch gar nicht. Ich bin nach wie vor damit beschäftigt, mich selbst zu finden. Das braucht Zeit. Und voller jugendlichem Elan lässt sich so vieles so viel einfacher finden. Die große Liebe zum Beispiel =D Okay, über die bin ich schon hinweg. Aber ich kann noch so viel mehr finden. Meinen Traumberuf zum Beispiel. Zumindest etwas, was dem nahe kommt…denn wie gesagt, das Abi mach ich nicht mehr. Glaub ich zumindest. Vielleicht sehe ich das nach der Ausbildung auch anders.

Zum Schluss möchte ich ein paar Menschen noch was mit auf den Weg geben, persönlich würde ich es ihnen nie sagen und ich bin sicher, dass sie es hier nicht lesen. Es interessiert mich nicht, ob ihr mich scheiße findet. Ihr kennt weder meine Vergangenheit noch meine Gegenwart. Das nächste Piercing, dass ich mir stechen lasse, ist auch nur für euch, ihr spießigen Schmalspurscheißer. Ich bin Rebellin, seit damals. Bis heute. Und ich lasse mich in keine Kiste quetschen, die eurem Bild einer perfekten Gesellschaft entspricht. Ich werde weiterhin im Supermarkt fluchen und pöbeln, wenn man sich vordrängelt. Ach ja, und du, ja genau DU…mit dir hätte ich gerne mal geschlafen =D

So, das tat gut. Hab halt so keinen, bei dem ich mich so wirr und unsortiert auskotzen kann. Hab ich jetzt hier vor meinem Bildschirm. Weit weg von euch. Aber ihr habt ’nen kleinen Einblick, der vielleicht auch erklärt, warum so lange nix von mir kam. Vielleicht bleibt das auch weiterhin so. Ich muss mich aus meinem Tief erstmal wieder rauskämpfen. Aber ich bin sicher, ich pack‘ das bald und bis dahin wünsche ich euch ’ne traumhafte Zeit =)

Gutschi gutschi…

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Hey ho ihr Lieben 😉

Wisst ihr, was ich nicht leiden kann? Wenn man mit Kindern redet, als hätte man eine ernsthafte Sprachbehinderung! Ich sehe das jeden Tag…“Kukke mal! Ein WauWau!“ Verdammte scheiße, der Wadenbeißer heißt HUND! Warum bringt man Kindern so einen Mist bei? Auch dieses ewige „Oioioi…du bittu soooo süßi“ Knoten in der Zunge? Aber sich dann aufregen, wenn das Kind mit 4 immer noch keine vernünftigen Sätze aussprechen kann. Ich habe das auch oftmals mit meinem Sohn erlebt. Da sitzt die Omi und fragt, ob er Lust auf Happi hat.

Wieso legen wir den kleinen nicht direkt ein Halsband um und lassen sie chippen? Dann hätte man einen berechtigten Grund dazu, sie wie Haustiere anzusprechen. Und dieses in die Wange kneifen! Da stellen sich mir die Nackenhaare quer! Okay…ich geb zu…Kleine Kinder haben süße Hamsterbacken. Aber habt ihr schonmal einen Hamster gekniffen? 😀

Vielleicht sehe ich das ja viel zu eng. Vielleicht erwarte ich von meinem Kind einfach etwas Anderes. Aber das is so ne Sache, die ich absolut nicht leiden kann. Ein Kind ist auch ein Mensch. Und es lernt nur davon, was ihm vorgemacht wird. Wieso kann man Kinder nicht einfach mal behandeln wie eine normale Person? Klar, man muss in gewisser Weise Rücksicht auf sie nehmen und ihnen auch mal Informationen vorenthalten, weil sie es noch nicht verstehen würden. Aber naja…trotzdem haben sie ein Recht darauf, nicht wie Dackel waldemar behandelt zu werden.

Feminismus = beschränktes Weltbild?

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Hallo ihr Lieben 😉

Heute mal wieder was ganz Anderes. Als Frau kommt man ja doch nie so ganz um das Thema herum und irgendwann muss man sich einfach mal seine Meinung bilden.

Die meisten von euch haben sicherlich von der jüngsten Aktion von dieser seltsamen Vereinigung namens Femen gehört. Wer nicht, der bekommt kurz mal die Kurzfassung: Halbnackte Aktivistin steht im Brunnen des in Berlin eröffneten Barbie-Museums. In der Hand ein brennendes Kreuz und daran hängt wiederum eine Plastikblondine. Die Botschaft: Gegen Barbie an sich und das durch sie vermittelte Schönheitsideal. Es gibt noch weitere Angaben. Aber ach…die protestieren gegen so vieles 😀

Meine Reaktion auf die Berichte: What the fuck? Ich meine, da stehen ein paar Studentinnen mit nacktem Oberkörper und bemalen ihre schlagenden Argumente mit irgendwelchen Parolen. Naja…ich persönlich denke, dass wenn man generell gegen Sexismus ist, dann muss man die Blicke auf bestimmte Regionen des Körpers nicht provozieren. Ich habe kein Problem mit sowas, versteht das nicht falsch. Aber irgendwie passt das für mich nicht zusammen. Aber medienwirksam ist es, das muss man schon sagen 😀

Ich denke auch, dass ein Platz, der vorallem für kleine Mädchen und deren Familien gedacht sind, kein Platz für Demonstrationen sind. Von den (wenn auch kleinen) Ausschreitungen bei diesem Mist mal abgesehen.

Ich bin tatsächlich eher so Anti-Femen. Natürlich bin ich für Gleichberechtigung. Und natürlich bin ich auch gegen Ausbeutung, Versklavung und Gewalt. Aber das betrifft eben nicht nur Frauen. Wenn Männer sowas durchmachen müssen,  finde ich das genauso schlimm. Feminismus ist für mich eine völlig verdrehte Weltanschauung. Man kann doch nicht nur Pro Frau sein, für Enthaltsamkeit als Strafe (für was auch immer) und versuchen, die Frau aus Prinzip über den Mann zu stellen. Feministen wollen kein Sexobjekt sein, zeigen sich aber gerne als solches (die nennen das dann Selbstbewusstsein) und wenn sie reden, klingt es auch oft eher nach schlechtem Porno als nach politischer Überzeugung.

Also meine Meinung kennt ihr ja jetzt^^ Ich habe nichts gegen Befürworter des Feminismus. Sollen die doch machen. Aber vielleicht sollten sie mal darüber nachdenken, was andere Frauen von ihnen halten.

Wer ist was wert?

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Guten Abend Leserschaft!

Heute mal etwas, was mich eigentlich sehr wütend macht. Nämlich die Situation, dass in diesem Land gewisse Menschen mehr Wert haben als Andere. Wie ich jetzt darauf komme, wo es doch nichts Neues ist? Mein News-Feed, der mich aufgrund von TV-Nachrichten-Abstinenz auf dem Laufenden hält…Folgendes hat sich ereignet:

Mehrere Zeitungen berichten über einen schweren Autounfall auf einer Autobahn. Darin verwickelt ein Audi und ein Opel. Der Fahrer des Opels stirbt mit 21, seine 15 und 16 Jahre alten Mitfahrer werden schwer verletzt. Mehr wird darüber erstmal nicht berichtet. Okay, warum auch? So tragisch es ist, solche Dinge passieren jeden Tag und leider verlieren viel zu viele Menschen dadurch ihr Leben. Und für eine Nachrichtenmeldung reichen diese Informationen ja eigentlich auch…aaaaaber…

Über den Audi-Fahrer verfasst man direkt unter solchem Absatz einen riesigen Aufschrei. Denn in diesem Wagen saß ein FDP-Politikeer, der noch dazu im EU-Parlament sitzt. Da ist die Rede von schweren Verletzungen, Genesungswünschen der Parteifreunde und der großen Frage nach dem Warum! Okay, laut derzeitigen Berichten war sowohl der junge Mann wie auch der Politiker zu schnell unterwegs. Wobei man das bei dem Verstorbenen derzeit noch nicht genau sagen kann, man vermutet es nur. Wie immer…Was mich daran stört? Dass um einen Politiker ein solcher Wirbgel veranstaltet wird, während die jungen Leute beinahe völlig außer Acht gelassen werden.

Was ist denn mit dem 21-Jährigen? Der hatte kaum angefangen richtig zu leben, war möglicherweise gerade mit der Ausbildung fertig. Hinterlässt vorallem seine Eltern…Seine Beifahrer? Mit 15 und 16 beinahe noch Kinder. Viel zu jung, um schwer verletzt im Krankenhaus zu liegen. Aber das ist nur meine Meinung. Denn den Kommentaren unter den Artikeln von insgesamt 6 von mir gelesenen Internetdiensten fand man auch nur Mutmaßungen, Geschimpfe auf junge Raser und dass der Herr EU-Parlamentarier schnell wieder gesund wird. Kein einziges Wort über die andere Seite. Die Seite scheint auch keinen zu interessieren.

Und da stellt sich mir die Frage: Wer ist in Deutschland eigentlich WAS wert? Ich könnte kotzen auf dieses Klassensystem in diesem Land…aber genug der Worte…jeder sollte sich seine eigene Meinung bilden 😉

Harlem Was???

Video

Hallo ihr Lieben 🙂

Internet-Trends und -Phänome gibt es ja zuhauf. Da gibt es Leute, die sich auf irgendwelche Gegenstände legen, es gibt das Duckface und jetzt gibt es auch noch Harlem Shake…

Eigentlich gehöre ich oft zu den Ersten, die so einen Blödsinn mitbekommen…YouTube-Suchti 😀 Aber dieses Mal erfuhr ich davon in der Schule. Ich habe gerade versucht, meine heiß geliebte Ditsch-Brezel in meinem Magen zu verstauen, als irgendwer an seinem Handy rumfummelt und ich nur noch undefinierbare, schrille Töne höre. Was zum Teufel ist das??? Ich hätte nicht danach fragen sollen…

Da stehen also Leute rum. Und einer tanzt…falls man das tanzen nennen kann. Es hat mehr etwas von einem epileptischen Anfall. Mag aber auch an der kaum tanzbaren Hintergrundmusik liegen. Und irgendwann kommt der Bass…okay, Bass…haha, schmunzel…naja, auf jeden Fall zappeln dann auf einmal alle Anderen, die vorher dumm dagesessen haben, auch noch mit. Und es wird gefeiert. Es gibt schon zig Tausend Nachahmer. Zappeln in der Uni, bei der Feuerwehr, beim Militär, im Gefängnis, in der Küche…alle hampeln rum wie die letzten Vollidioten. Früher hat man solche Leute in der Schule verhauen 😀

Ich für meinen Teil finde es weder unterhaltsam noch auf sonstige Weise irgendwie witzig. Aber ich denke mal, der ein oder andere von euch wird zumindest lächeln können. Daher hier eines der Abermillionen Videos, die es zum neuem „Trend“ gibt…keine Ahnung, ob es das Original ist…is ja eigentlich auch egal, weil sie im Endeffekt alle gleich sind 😀

Harlem Hampelei

Warum machst’n das eigentlich?

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Servus!

Vor wenigen Minuten bekam ich eine Mail von einer Leserin/eines Lesers namens „Snuupy“…danke dafür erstmal 😀 Snuupy wollte wissen, warum ich eigentlich blogge und woher ich die Zeit nehme, wo ich doch mit Familie und Beruf eigentlich genug am Hut habe…

Tja, is eigentlich ganz einfach…in meinem Dickschädel sind viel zu viele Gedankengänge, die ich mit keinem teilen kann. Mein Sohn versteht sie nicht, meinen Mitbewohner interessieren sie nicht und meine paar wenigen Freunde wohnen alle ne Ecke entfernt. Also wohin mit den Gedanken? Ab in den Blog…nicht alles macht Sinn, was ich schreibe, manchmal ist es geistiger Dünnschiss feinster Sorte. Aber ich sehe auch das Bloggen als eine Art künstlerische Freizeitgestaltung. Und Kunst ergibt oft keinen Sinn. Kunst ist einfach das Zusammenspiel der Gefühle und das daraus resultierende Ergebnis. Verstanden? Nein? Macht nix…

Zeit habe ich tatsächlich auch gar nicht so viel. Ich habe ständig halb fertige Blogs parat, die beendet werden müssen. Außerdem habe ich ein schlaues Buch, wo ich mir Notizen mache, wenn mich etwas beschäftigt. So ein typischer Sinnfrei-Blog dauert so seine 2 Stunden…echt wahr 😀

Bloggen ist Seelenbalsam. Irgendein Leser denkt sich zumindest hin und wieder, dass wir einer Meinung sind. Das gibt mir die Bestätigung, dass Gedanken nicht überflüssig sind. Und solange es niemanden in meinem Leben gibt, der meine Gedanken hören, teilen und erleben möchte, ja, solange müsst ihr darunter leiden 😀 vielleicht auch länger…mal sehen 😀

Sooo Snuupy mit Doppel-U, ich hoffe, ich konnte deine Frage zufriedenstellend beantworten 😉

Liebe für alle

Veröffentlich mit WordPress for my fucking Smartphone!