Feddich! Fast…

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Heyho ihr Lieben 🙂

So, ich habe es geschafft. Die Ausbildung ist durch. Okay, die Mündliche kommt noch. Aber selbst wenn ich die verhaue, bekomme ich meinen Wisch, dass ich bestanden habe. 🙂 Denn die Schriftliche war gegen alle Erwartungen mehr als gut. Freut mich natürlich!

3 Jahre…ging jetzt doch so schnell rum. Und ich habe mich echt so krass verändert in dieser Zeit. Ganz davon ab, dass ich sage: Es waren die besten 3 Jahre meines Lebens! Ich habe eine traumhafte Chefin, zu der ich ein freundschaftliches Verhältnis pflege. So manch einer würde mit den Ohren schlackern, wenn er so manches Gespräch zwischen uns hören würde 😀 Ich habe tolle Kolleginnen, die immer hinter mir stehen und mich immer wieder aufgefangen haben, wenn es mal nicht so gut lief.

Ich habe so viel gelernt. Also wer mal Hilfe bei der Wahl der richtigen Cigarre braucht – I’m your girl! Außerdem habe ich so tolle Kunden. Die meisten sind mir enorm ans Herz gewachsen. Mit manchen trinke ich in meiner Pause mal nen Kaffee oder treffe mich draußen auf eine Zigarette. Klar, habe auch Ätzkunden. Aber die meisten hab ich wirklich gerne. Und auch diese Menschen haben mich immer wieder angespornt, durchzuhalten.

Jetzt bin ich also (so gut wie) fertig. Fühlt sich gut an. Ist auch toll, seine Eltern einmal im Leben stolz zu machen 🙂 Aber irgendwie ist es komisch, nicht mehr lernen zu müssen. Denke mal, ich mache erstmal meinen Ausbilderschein. Kann ich mir gut vorstellen. Und wenn einer motivieren kann, dann ja wohl ich! Und vielleicht mache ich noch den Fachwirt. Habe eine sehr seltsame Form von Motivation derzeit 😀

Und komischerweise fühle ich mich derzeit pudelwohl. Ich platze geradezu vor Selbstbewusstsein. Vor ein paar Jahren war ich einfach eher so der Typ, der zwar auffiel, dem das aber nicht gepasst hat. Und nach 3 Jahren? Yeah Bitches, hier bin ich! Find ich gut. Finden andere auch gut. Also bin ich happy 🙂

So, jetzt mache ich erstmal wieder Feierabend 🙂 otsukaresama deshita 🙂 (<~ heißt so viel wie "Schönen Feierabend")

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Stressfrei

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Hallo ihr Lieben 🙂

So, schriftliche Prüfung abgelegt. Das war der Part, vor dem ich echt Bammel hatte. Jetzt kommt noch die Mündliche. Aber reden kann ich gut, also mache ich mir da keine Gedanken 🙂

Ja, die Schriftliche. War ja irgendwie etwas anders als erwartet. Wochenlang kloppe ich mir Lagerkennzahlen rein, Rechtsformen, Deckungsbeitragsrechnung und Kosten-Leistungs-Rechnung. Und wofür? Wurde nix davon abgefragt. Das meiste waren Fragen, die ich so in etwa schon in der Verkäuferprüfung beantwortet habe. Ärgerlich war allerdings, dass die erste Seite sich nur um Franchise drehte. Das Thema wurde mal kurz für 10 Minuten angeschnitten mit den Worten  „Franchise wird nicht geprüft“ Na danke 😀 Hab mir dann irgendwas aus den Fingern gezogen und hoffe, dass es unter „Andere sinnvolle antworten “ fällt 😀

So, also hat sich das Thema schonmal erledigt. Jetzt hab ich endlich mal wieder zeit für meinen Kram. Derzeit suche ich nach einem Intensivkurs für japanisch, den ich als Bildungsurlaub durchgehen lassen kann. Chinesisch hätte ich gefunden…aber nee, erstmal eine Sprache ordentlich lernen. Gerade bei der Grammatik könnte ich doch nochmal jemanden benötigen, der es mir besser erklären kann als meine Bücher. Ich hab zwar ein paar Japaner mittlerweile kennengelernt, aber wenn die ihre Grammatik erklären sollen, höre ich auch nur „Dummkopf, es ist halt so!“ 😀 

Toll, jetzt is die Friese hin. Scheiß Zugdurchfahrten…

Na egal, zurück zum Thema. Ich will also nach wie vor lernen. Aber eben, was mir gefällt. Und ansonsten hab ich im Moment richtig Bock auf gar nichts tun. Darin bin ich echt gut! Läuft also.

Heute steht dann nochmal arbeiten an. Aber is in Ordnung, ich arbeite mit meiner Chefin und das ist ja immer so entspannt und angenehm. Und ich bin echt froh, dass sie meine Chefin bleibt. Denn ich werde nach meiner Ausbildung genau da bleiben, wo ich jetzt bin. Das beruhigt mich sehr, ich mag neue Umgebungen nicht sonderlich gerne. Außerdem habe ich da, abgesehen von Frau Dörte, das beste Team, das man sich wünschen kann.

Soweit also von mir. Euch ein schönes Wochenende 🙂

Ich hasse Menschen

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Hallo ihr Lieben!

„Ich hasse Menschen. Aber ich mag Steine. Sie reden nicht und man kann sie werfen.“ Hat sich mittlerweile zu meinem persönlichem Lebensmotto entwickelt. Und ich denke, es passt wie die Faust aufs Auge.

Es gibt so viele Menschen, gegen die ich tiefste Abneigungen hege. Zum Beispiel offensichtlich dumme Menschen. Die, die sich nicht dafür schämen, die geballte Ladung Unwissenheit der gesamten Öffentlichkeit zu präsentieren. Dörte is da ja immer Dauerbrenner.  Erst heute morgen hat sie mich gefragt, während der Kunde noch vor ihr stand, ob der Brief nach Chemnitz  einen Luftpost-Aufkleber braucht. Für Außenstehende ist es lustig, wenn man sich den ganzen Tag sowas anhört, wünscht man sich Kopf auf Tischplatte. Ehrlich…

Ich mag keine politisch desorientierten Personen. „Sollen die halt nicht in so ein Boot steigen und einfach bleiben, wo sie sind“ Keinen Funken Verstand in der Hohlbirne und sich super sicher fühlen. Na wenn die mal nicht irgendwann selber als Flüchtlinge durch die Nordsee schippern. Arschlöcher! Ehrlich mal…

Ich mag keine Verschwörungstheoretiker. Dinge passieren. Schlimme Dinge passieren. Und die Amerikaner haben keine deutsche Maschine in Frankreich abgeschossen. Ehrlich nicht.

Ich mag es nicht, wenn Leute so tun, als würden sie mich nicht kennen. Warum diese Distanz? Sagt doch einfach mal :“Und? Läuft bei dir?“ Ich beiße nicht. Und es könnte ja sogar sein, dass ich unerwartet nett bin. Ehrlich…

Ich kann es nicht leiden, wenn mich Fremde anstarren. Ja, ich habe Pinke Haare, einen Plug mit einem Regenbogen pupsenden Einhorn im Ohr und lese Mangas. Aber ich bin weder kriminell noch psychopathisch veranlagt. Ehrlich nicht…

Ich hasse Menschen, die mir wortlos 80 Cent auf den Tresen knallen und denken, ich wüsste sofort Bescheid,  dass das für die BLÖD ist. Oder wenn sie da stehen und sagen „Marlboro“. Und ich lege ihnen die Schachtel hin und die pampen mich an „Die GROSSE!“. Ich hasse es einfach, wenn man kein Hallo, Tschüß, bitte und danke kennt. Kurzum hasse ich respektloses und unhöfliches Verhalten, wo ich immer voll nett zu denen bin. Ehrlich…

Ich hasse WhatsApp – Nachrichten nachts um 2. Wenn ich schlafe. Und kein Interesse an einem Gespräch habe. Vorallem dann nicht wenn es um Pizzabelag oder sonstigem nicht wichtigen Kram geht. Ich brauche meinen Schönheitsschlaf. Wer meine Augenringe kennt, kann das bestätigen. Und ich will keine Augenringe. Ehrlich nicht…

Es gibt so vieles, was ich an Menschen nicht mag. Sogar, wenn ich den ein oder anderen ganz gerne habe. Ich bin für ein bisschen mehr Liebe. Toleranz. Freundlichkeit. Dann mag ich auch die Leute wieder.

Bis zum nächsten Mal 😉

(Aus)rasten

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Hallo ihr Lieben 😉

11 Tage noch. Schriftliche Abschlussprüfung. Die Zweite. Die Letzte. Die Lernerei schlaucht extrem. Der Zeitdruck noch mehr. Nur noch 11 Tage.

Also lerne ich nicht nur Zuhause und im Bus, sondern auch auf der Arbeit. Hinterm Tresen, auf dem Weg zum Rauchen…eigentlich immer. So manch Stammkunde ist verwundert, dass ich mich da so reinhänge. Die meisten denken halt eher, ich wäre immer so total easy. Ja,aber doch nicht 11 Tage vor der alles entscheidenden Abschlussprüfung!

So stand ich auch heute wieder an meinem Schalter mit meinem Schulbuch und einem recht großem Pamflet an Notiertem. Der einzige Ort außerhalb des Büros, wo ich mich ausbreiten kann und trotzdem nebenbei bedienen kann. Neben mir Dörte. Mein dümmlich-naive und etwas nervige Kollegin. „Hab ich dir schon erzählt…?“ Deklaratorisch, konstitutiv… „Und letzte Woche, da…“ Selbstschuldnerisch, Komplementär und Kommanditist „Boah dieser Kunde heute Mittag…“ Deckungsbeitragsrechnung, Fehlkaufkontrolle „Und dann hat die doch echt…“ HALT DIE FRESSE !

Ich bin ja generell relativ ausgeglichen. Aber nicht 11 Tage vor der Abschlussprüfung! Vorallem weil ich nicht das Ergebnis erreichen möchte, dass Dörte damals  erreichte. Aber nee, da hat sie dann echt diesen Punkt getroffen. Ich also meinen Stapel Zettel und ne Kippe geschnappt und erstmal raus an die frische Luft.

Ich habe mir echt meine Chefin gewünscht. Die hätte mich in ruhe meinen scheiß machen lassen. Aber die hat leider ein paar Tage frei und ich hab eben Dörte. Schön, dass  jetzt erstmal Sonntag kommt. Und ich kann mich ganz in Ruhe auf die OHG, die Mischkalkulation und Preisuntergrenzen konzentrieren.

In diesem Sinne : Macht euch noch ein stressfreies Wochenende 🙂

Der Boden unter den Füßen

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Hallo ihr Lieben

Nach einem sehr langem und schönem Wochenende musste ja doch mal wieder Richtung Arbeit marschieren. Die Abschlussprüfung hängt mir im Nacken, die wird in zwei Wochen geschrieben. Eigentlich habe ich also genug komisches Zeugs im Kopf.

Ich kam also gerade auf der Arbeit an und schaute wie immer nochmal schnell aufs Handy. Entgangener Anruf. Ich Frage Google nach der Nummer. Was jetzt die örtliche Grundschule von mir wollte, war mir ein Rätsel. Aber da ich davon ausging, dass die mich nicht aus Langeweile anrufen, rief ich doch nochmal eben zurück.

Ich hatte die Schulleitung am Hörer. Eine ganz nette Dame. Die erklärte mir aber, dass ich mein Kind noch anmelden muss. Wie anmelden? Wofür? „Naja Frau Greeny, ihr Sohn ist ab nächstem Jahr schulpflichtig“ Moment mal…Schulpflicht? Mein Junge ist dann zur Einschulung nicht mal 6 Jahre alt. Ich dachte, er hätte bis 2017 Zeit und würde ab nächstem Jahr erstmal nur als „Kann-Kind“ durchgehen.

Gut, dann komme ich nicht drum herum. Aber so ein bisschen schwer fühlt man sich schon. Ein Schulkind. Er muss in die Gesellschaft eintreten, sich dem unglaublichen Leistungsdruck beugen, den es heute sogar schon an Grundschulen gibt. Ist er soweit? In einem Jahr kann viel passieren und trotzdem habe ich bedenken, ob er in einem Jahr überhaupt schon groß und reif genug für die Schule ist.

Vieleicht will ich auch nur nicht sehen, dass Junior kein Baby mehr ist. Dass er sehr sprachgewandt ist, sehr interessiert an Neuem, sich Dinge besser merken kann als ich. Vielleicht sehe ich das alles zu arg. Ich bin froh, dass sein Vater die gleichen sorgen teilt.

Ganz andere Gedanken kommen da noch dazu. Der Ranzen. Habt ihr mal gesehen, was ein guter Ranzen kostet? Und die Schulbücher? Ich sollte anfangen, Geld zur Seite zu legen. Der ganze Krempel macht echt arm! Der Gedanke an die Schultüte. An neue Freunde. An die ersten Hausaufgaben. An AG’s. Nette Lehrer. Doofe Lehrer. Elternabende. Dämliche Mütter. Klassenfahrten.

Für ihn beginnt der Ernst des Lebens. Für mich auch nochmal. Nur aus einer anderen Perspektive. Ein bisschen reißt es mir den Boden unter den Füßen weg. Er ist nicht mehr klein. Die Zeit ist gerannt. Und trotzdem bin ich auch ein kleines bisschen stolz und freue mich auf die neuen Hindernisse, die das Leben uns bieten wird und die wir gemeinsam über winden werden.

Friends with Benefits

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Hallo ihr Lieben =)

Ein traumhafter Tag. Ich habe mir komplett frei genommen. Also allein daheim. Irgendwie war es mir doch einfach zu still, also kam mein bester Freund zum Frühstück vorbei. Ich glaube, er war ganz froh darüber, dass ich ihn angerufen hatte, denn er hatte wieder irgendeine Namenlose neben sich liegen und brauchte dringend einen Vorwand, um sie rauszuschmeißen. Eine Freundin von mir gesellte sich dann auch noch dazu. Also haben wir bei den ersten Sonnenstrahlen ein paar Wolldecken geschnappt und uns mit Kaffee und Kippe in den Garten gesetzt.

Wann immer mein Freund von seinen Bettgeschichten erzählt, geht es zwangsläufig auch um das Warum. Warum ist er nicht ehrlich zu den Frauen? Warum sucht er sich nicht wenigstens eine, die weiß, dass da nix Ernsteres läuft? Vielleicht eine, die er dann über einen längeren Zeitraum als seine Unterleibsinteressengemeinschaft vorstellen kann? Meine Freundin drückt mir ihren Finger auf die Wange: „Ja, so wie Greeny halt. Eine, wo du dich zum Kaffee einlädst und wo du dich danach direkt aufs Sofa hauen kannst mit ihr!“ Ich muss lachen. Absurd. „Wie, habt ihr etwa???“, schießt Madame los. „NEIN!“, sage ich. „JA“, sagt der Freund. Na danke auch. Natürlich hat er sie in dem Moment verarscht, aber das wird sie wohl nicht glauben. Also belassen wir es dabei.

Meine Freundin erzählt davon, dass sie sowas schonmal hatte. Dieses „Friends wirh Benefits“. Und letztendlich ist es gescheitert, weil sie sich verliebt hatte. Da ist dann nicht nur der Spaß flöten gegangen, sondern auch die Freundschaft. Sich in ’nen Kumpel zu verlieben, ist auch echt mies. Für den Freund und mich ist sowas kaum vorstellbar, da sind wir uns einig, wenn auch aus anderen Gründen. Ihm ist das trotzdem eine zu starke Bindung, er will lieber das nehmen, was er gerade bekommt. Da war er wieder, der Spruch, für den ich ihn köpfen möchte. Ich selber hätte eher die Bedenken, ob ich jemanden, mit dem ich schlafe, auch weiterhin einfach wie einen Freund behandeln kann. Kann ich mit dem trotzdem über Herzschmerz sprechen? Klingt doch irgendwie etwas komisch in meinem Kopf. Ganz davon ab, dass man sich doch im Endeffekt gegenseitig ausnutzt. Das ist ja generell schon okay, wenn die Fronten vorab geklärt sind. Aber kann man einen Freund ohne schlechtes Gewissen für ein bisschen Spaß ausnutzen? Ich weiß nicht so recht, ich kann mich mit solchen Gedanken nicht anfreunden.

Ich musste automatisch zum Freund rüber schauen. Wie er da saß, mit meiner Freundin plauderte. Die Wolldecke in quietscherosa und mit einer HelloKitty drauf um sich herum gewickelt. In einer Hand seine geliebte Stammkaffeetasse, die er hier immer benutzt. In der Anderen eine Zigarette. Er hielt sie sicher schon für 10 Minuten einfach nur fest, statt sie einfach mal anzuzünden. Ich denke so häufig, dass ihm was Festeres echt mal gut tun würde. Es muss ja nicht gleich die Frau für’s Leben sein, aber zumindest sollte sie erstmal ’nen Namen haben. Vielleicht sollte meine Freundin ihre Erfahrungen mit diesem Bonuspunkt-Freundschaften etwas positiver ausdrücken. Sie ist ja recht offen, vielleicht lässt sich da was machen…dass sie den Freund ziemlich gut findet, weiß ich sowieso schon länger =P

Nach dem Frühstück musste die Freundin leider los. War wirklich sehr amüsant. Zumal wir unter uns immer sehr offen mit Worten um uns schmeißen, zumindest von mir kennt man das eher nicht so gut =D Der Freund hat sich nochmal auf mein sofa gelegt, die Nacht war wohl wieder anstrengend. Na, mal sehen, wann er wieder wach wird, denn eigentlich wollte er noch mit mir einkaufen fahren. Unten dann wieder mal was Musikalisches…übrigens das Lied, dass ich hörte, als ich den letzten Beitrag geschrieben hab 😉

Euch wünsche ich noch ’nen hübschen Tag!

Träum dich weg *-*

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Hallo ihr Lieben!

Feierabend. Ich sitze in der Bahn. Draußen herrliches Wetter, eine angenehme Temperatur, eine leichte Brise und der erste Sonnenuntergang dieses Jahr, den ich bewusst wahrnehme. Er ist schön, fast nicht real. Der Himmel leuchtet. Orange. Rosa. Lila. Blau. Das Wasser des Kanals glitzert in seinen schönsten Farben. Momente, um romantisch zu werden.

Ich bin ja sowieso ein Träumer. Leider sieht man mir das schnell an. Erst heute auf der Arbeit bin ich wieder in meinen Tagträumen versunken. Habe ich erst bemerkt, als meine Kollegin sagte, ich solle wieder zurück in die Realität kommen, ich war schon lange knallrot in Gesicht. Natürliche Reaktion. Auf alles. 😀

Ich höre meine Lieblingsband, ein eher düsteres Lied, dass sich allerdings in so vieler Hinsicht interpretieren lässt. Ich denke an meine erste große Liebe. Als wir uns kennenlernten, saßen wir an einem Abend wie diesem am See. War schön. Dass er der größte Mistkerl dieses Planeten is, merkte ich natürlich erst sehr viel später. Aber trotzdem, dieser Moment bleibt bestehen. Es dauert allerdings nicht lange, bis sich jemand anderes in meinen Kopf schleicht.

Er war und ist etwas Besonderes. Wir waren nie zusammen, hatten nicht mal ein Date und überhaupt leben wir in völlig verschiedenen Welten. Aber er hatte es mir angetan. Habt ihr schon mal von Kryptonit-Menschen gehört? Angeblich hat jeder so einen Menschen. Ein Mensch, zu dem die Verbindung so stark ist, dass man selbst größte Fehler verzeihen könnte und für den man alles stehen und liegen lassen würde. Wenn es sowas wirklich gibt, dann ist er es. Ganz sicher.

Ich würde jetzt gerne mit ihm am See sitzen. Über den Tag reden, vielleicht statt CapriSonne ein Bierchen trinken. Mich an seine Schulter lehnen und über seltsame Dinge philosophieren. Aber da bin ich glaub ich zu langweilig 😀 Ich würde wahrscheinlich über Politik reden, über Weltfrieden und so nen Quatsch. Aber es wäre toll.

Ivh würde nicht mal sagen, dass ich in diesen Mann je verliebt war, aber irgendwas war da eben schon. Jeden Abend hoffe ich, dass er schreibt und fragt, wie es mir geht. Was ich so mache. Ob ich Interesse an nem Glas Wein habe. Hätte ich. Trotz allem.

Ich träume zu viel. Mir wurde die Gabe einer wahrlich ausgeprägten Fantasie gegeben. Ich kann mich in alles rein versetzen. Was ich träume, ist für den Moment Wirklichkeit. Es ist echt. Ich kann es riechen und fühlen. Und ich bin dankbar dafür.

Der Nachthimmel zieht langsam aber wirklich auf. „My heart draws a dream“ heißt eines meiner liebsten Lieder derzeit. Ich träume mich weg, weil es so unfassbar gut tut. Für den Moment tue ich das, wozu ich sonst nicht die Möglichkeit habe. Natürlich muss ich zurück in die Realität. Aber das ist okay, ich kann ja jederzeit wieder dorthin. An den See. Während der Himmel seine schönsten Farben zeigt, die er bieten kann.

Keep on dreaming, Leute 😉