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Hochgefühle

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Hallo ihr Lieben 🙂

Jetzt muss ich mich ja doch mal wieder melden. Die letzten Tage waren…turbulent.

Letzten Mittwoch war also meine Mündliche Prüfung. Zu meinem Glück waren mir die Gesichter bekannt. Denn da saßen die gleichen Prüfer wie letztes Jahr. Ich hab da also dann mal eben meine Prüfung abgelegt. Nachdem ich eh wusste, dass da drin Leute sitzen, mit denen ich schon mal zu tun hatte, war meine Nervosität ab dem Punkt, an dem ich den Raum betreten hatte, komplett verflogen . So habe ich mich also über Lagerhaltung von Cigarren, Ökologie von E-Zigaretten, zzsatzstofffreie Tabake und Jugendschutz unterhalten. Statt der angesetzten 20 Minuten hatte ich dann 45 Minuten zu erzählen. Aber mich hat auch niemand unterbrochen, also hab ich selbst gar nicht mitbekommen 😀

Jetzt hielt ich also meinen Wisch in der Hand. Bestanden mit einer Gesamtpunktzahl von 96%. Ich denke, das ist ein Ergebnis, auf das ich stolz sein kann. Zumal ich vor 3 Jahren nicht dachte, dass ich mit so einem Ergebnis davon komme. Also ja, ich bin stolz.

Meinen Arbeitsvertrag unterschreibe ich heute. Sehr cool. Eigentlich hätte das schon längst passieren sollen. Aber Kommunikation in der Personalabteilung lief wohl mal nicht so gut 😀 Egal, meinen Job habe ich.

Die Tage habe ich mich mit dem Bezirksleiter unterhalten. Ihm passt das immer noch nicht so ganz, dass ich unbedingt in meiner Filiale bleiben will. Er hat mir sogar angeboten, dass ich in einer geplanten neuen Filiale die Filialleitung machen könnte. Aber nö. Ich bleib hier. Und Chef will ich eh nicht sein. Ich seh ja, wie viel Arbeit das macht, wieviele Überstunden da drauf gehen und wie viel Verantwortung dieser Posten mit sich bringt. Die regelmäßigen Treffen mit dem BigBoss sind dann nur noch ein kleiner Grund mehr, die kleine Angestellte zu bleiben 😀

Aber so ein bisschen geehrt fühle ich mich trotzdem. Ein neuer Azubi rief in meiner Filiale an, um sich bei mir zu bedanken. Laut Bezirksleiter hat er nur wegen mir die Chance bekommen, die er brauchte. Er ist junger Vater. Und ich war die erste, bei der man das Risiko einging, einen Azubi einzustellen, der möglicherweise recht schnell alles hinwirft. Es ist schön zu wissen, dass man die Leistung anerkennt und dass man seine Ansichten ein wenig verändert hat.

Jetzt hab ich also offiziell ausgelernt und jetzt ruft in ein paar Wochen erstmal mein Urlaub. Die Zugtickets sind bereits gebucht. Es geht mal wieder nach Bayern zur Familie. Ich freu mich schon riesig drauf 🙂

Aber jetzt ruft erstmal die Arbeit wieder nach mir. Ich hoffe, es wird ein ruhiger Tag 🙂 Und euch noch nen traumhaften Nachmittag!

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(Aus)rasten

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Hallo ihr Lieben 😉

11 Tage noch. Schriftliche Abschlussprüfung. Die Zweite. Die Letzte. Die Lernerei schlaucht extrem. Der Zeitdruck noch mehr. Nur noch 11 Tage.

Also lerne ich nicht nur Zuhause und im Bus, sondern auch auf der Arbeit. Hinterm Tresen, auf dem Weg zum Rauchen…eigentlich immer. So manch Stammkunde ist verwundert, dass ich mich da so reinhänge. Die meisten denken halt eher, ich wäre immer so total easy. Ja,aber doch nicht 11 Tage vor der alles entscheidenden Abschlussprüfung!

So stand ich auch heute wieder an meinem Schalter mit meinem Schulbuch und einem recht großem Pamflet an Notiertem. Der einzige Ort außerhalb des Büros, wo ich mich ausbreiten kann und trotzdem nebenbei bedienen kann. Neben mir Dörte. Mein dümmlich-naive und etwas nervige Kollegin. „Hab ich dir schon erzählt…?“ Deklaratorisch, konstitutiv… „Und letzte Woche, da…“ Selbstschuldnerisch, Komplementär und Kommanditist „Boah dieser Kunde heute Mittag…“ Deckungsbeitragsrechnung, Fehlkaufkontrolle „Und dann hat die doch echt…“ HALT DIE FRESSE !

Ich bin ja generell relativ ausgeglichen. Aber nicht 11 Tage vor der Abschlussprüfung! Vorallem weil ich nicht das Ergebnis erreichen möchte, dass Dörte damals  erreichte. Aber nee, da hat sie dann echt diesen Punkt getroffen. Ich also meinen Stapel Zettel und ne Kippe geschnappt und erstmal raus an die frische Luft.

Ich habe mir echt meine Chefin gewünscht. Die hätte mich in ruhe meinen scheiß machen lassen. Aber die hat leider ein paar Tage frei und ich hab eben Dörte. Schön, dass  jetzt erstmal Sonntag kommt. Und ich kann mich ganz in Ruhe auf die OHG, die Mischkalkulation und Preisuntergrenzen konzentrieren.

In diesem Sinne : Macht euch noch ein stressfreies Wochenende 🙂

Tage wie diese

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Hallo ihr Lieben,

Es geht drunter und drüber. Der nächste Urlaub ist immer noch 3 harte Wochen von mir entfernt. Ich will nicht mehr, ich kann auch nicht mehr so richtig. Die letzten Monate und Wochen haben mich leicht ausgelaugt. Prüfung, Umzug des Ladens, Behördenkram, neue Mitarbeiterin. Kostete alles Zeit und Nerven. Urlaub!!!

Dann kommen dazu noch Tage wie der Heutige. Ich stehe am Bahnhof, habe mir einen Kaffee geholt. Es ist der 7. heute. Dabei bin ich erst gute 3 Stunden wach. Ich muss nach Hamburg auf eine Schulung. Also fahre ich für geschlagene 3 Stunden in den Norden. Da bin ich länger mit Zug fahren beschäftigt als mit dem Lernen von Dingen, die ich aufgrund vorhergehender Schulungen gleicher Thematik sowieso schon weiß. Und die ich ganz beiläufig nicht mal anwenden kann, weil wir bei uns diese Dinge nicht mal im Sortiment haben. Und auch nicht bekommen werden. Macht also extrem viel Sinn.

Seit Tagen schlafe ich schlecht. Ich träume jede Nacht in etwa den gleichen Mumpitz. Nicht, dass es Albträume wären. Nein, viel mehr ist es morgens die Enttäuschung, dass es wieder nur geträumt war. Steckt vielleicht doch ein Funke Wahrheit an der Behauptung, man verarbeite seine instinktiven Wünsche im Schlaf. Wer weiß? Naja, vielleicht ist es auch einfach besser und vorallem unkomplizierter, wenn alles nur beim Träumen bleibt. Weil kompliziert is im Moment so gar nix für mich. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass ein Vorfall vor ein paar Wochen mich so sehr aufgewirbelt hat.

Wirklich, ich brauche Urlaub. Zwar hängt mir noch immer die unglaubliche Motivation an, die ich seit meiner Prüfung mit mir rumschleppe und ich habe derzeit mehr Spaß denn je auf der Arbeit (was nicht zuletzt an meiner neuen Kollegin liegt, die sich zwar sehr schwer tut, aber unfassbar liebenswürdig ist!), aber vielleicht raubt mir genau das im Moment auch die Kräfte.

Zumindest hat Junior derzeit keine seiner nervigen Phasen. Im Moment ist er einfach nur lieb und süß. Ständig will er kuscheln und Küsschen geben und gestern Abend sagte er mir, dass ich seine liebste Mama bin und er gar keine Andere haben will. Ach, Zucker 😀

So, jetzt mal genug rumgejammert. Warten auf den ICE. Mal sehen, ob er ausnahmsweise halbwegs pünktlich kommt. Das wäre doch zur Abwechslung auch mal was. Und ich werde mir noch einen Kaffee für die Fahrt besorgen. Dann geht es sicher besser. Habe mir extra noch ein neues Buch gekauft. Etwas Lustiges, ganz leichte Kost. Wunderbar. Auf gehts!

Euch noch einen traumhaften Tag 🙂

Und täglich grüßt das Murmeltier… Wenn verschlafen, dann richtig!

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Guten Morgen ihr Lieben 🙂

Endlich ist die Woche vorbei. Es war nicht meine Woche. Eigentlich hätte es kaum noch schlimmer kommen können. So viele Fettnäpfchen. Ich hab diesmal wirklich jedes mitgenommen. Den Vogel hab ich dann am Freitag abgeschossen.

Ich stehe morgens auf, mache das Kind fertig und als er weggebracht ist, setze ich mich wie gewöhnlich in die Küche. Erstmal Kaffee trinken. Ich schnappe mir einen meiner ungelesenen Mangas vom Stapel. Diesen Monat war ich mal wieder in leichten Kaufrausch verfallen. Nächsten Monat muss dann endlich der neue Bücherschrank her. Herrlich, diese Ruhe. Die Uhr sagt mir, dass ich noch gut 90 Minuten habe, bis ich los muss…würde nicht mein Handy klingeln.

“ Sag mal Schatzi, was steht auf deinem Arbeitsplan?“ Meine Chefin. „Da steht Spätschicht!“ Ich ahne, dass vielleicht was getauscht wurde und ich jetzt zur Mittelschicht antanzen muss. „Wir hatten doch den Plan geändert letzte Woche. Weißt du nicht mehr? Du hättest vor 30 Minuten öffnen müssen.“ Äääääh….wie jetzt? Meine Chefin fährt zum Laden, ich komme also zur Spätschicht. Zum Glück war keiner sauer und wir konnten über das Missgeschick lachen. Aber es war mir unfassbar peinlich 😀

Jetzt werde ich meinen Sonntag genießen und hoffen, dass nächste Woche alles nach Plan verläuft.

Das schlechte Gewissen

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Guten Morgen ihr Lieben 🙂

Es ist mal wieder soweit…der alljährliche Streit um die Urlaubstage hat begonnen. Diesmal bin ich die im Kreuzfeuer.

Seit Oktober liegt der Urlaubsplan bereit. Ende November habe ich meinen Urlaub eingetragen. Eine meiner Kolleginnen hat das dann letzte Woche irgendwann gemacht. Man sollte vielleicht dazu sagen, dass sie Cholerikerin ist und das Arbeiten dementsprechend etwas schwierig mit ihr ist. Auch wenn sie sonst eigentlich sehr nett ist.

„Wir müssen an deinem Urlaub was ändern“, haut sie mir also um die Ohren. Es geht um den Osterurlaub. Sie hat nämlich jedes Jahr um diese Zeit 3 Wochen Urlaub. Ja, schön. Soweit also zu ihren Beweggründen. Ich verschiebe die Diskussion auf heute. Da habe ich meine Chefin im Rücken.

Ich habe ernsthaft überlegt, auf eine Woche zu verzichten. Letztendlich habe ich aber viele Gründe, es nicht zu tun. Diese Woche kann ich das ganze Jahr über nicht mehr nehmen, da komischerweise alle Urlaub in den Schulferien haben. Wohlgemerkt, dass sie alle keine Kinder haben und dementsprechend eigentlich freie Wahl haben. Also gab es für mich nur noch die armseligen Reste. Kurz nach den Osterferien erwartet mich Abschlussprüfung Nummer 1. Ich muss also unbedingt ein paar freie Tage haben, um zu lernen. Und ich habe ein Kind zuhause. Eigentlich genug gute Gründe, nicht auf ihre Diskussion einzugehen.

Ich sage ihr ab. Nein, ich brauche diese zwei Wochen. Meine Chefin steht hinter mir, versichert mir, dass ich im Recht bin. Und eben auch, dass ich eher meinen Urlaub eingetragen hab. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen. Warum eigentlich? Ich denke, es ist dieses Unwohlsein, dass ich jetzt wochenlang ihre Launen ertragen muss. Dass ich ignoriert werde oder angeschnauzt am laufenden Band. Es ist schwer, mit dieser Frau auf den grünen Zweig zu kommen. Andererseits habe ich bisher immer alles gemacht, nur um sie ruhig zu halten. Irgendwann muss ich ja auch einfach mal an mich denken.

Glücklicherweise hab ich Schule und muss sie nicht sehen. Wollte sie anrufen, aber dank defekter Leitung blieb mir nur ein freundlicher Zettel mit der für sie schlechten Nachricht. Für heute habe die ich mich aus der Affäre gezogen. Ab morgen wird es ungemütlich auf der Arbeit 😦

Das Ding mit dem früh aufstehen

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Guten Morgen ihr Lieben 🙂

Frühschicht ruft. Das heißt für mich 3:45 klingelt der Wecker. Um 5:20 geht’s aus dem Haus. Sehe schon wieder die Männer die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Ich brauch die Zeit morgens allemal. 😀

An sich bin ich zwar kein Frühaufsteher, aber ich habe auch kein Problem damit. Wenn ich um 8 aufstehe, bin ich fit für den Tag. Als Mutter erkennt man, dass man damit eigentlich schon Langschläfer ist 😀 Aber morgens um 4 ist dann doch ne Marke, die auch für mich schwer zu knacken ist.

Im typischen Fall läuft das morgens so ab: Wecker klingelt, ich steh auf. Ab ins Bad und fertig machen. Wenn die Frise sitzt, gibt’s noch nen Kaffee und nen Schokoriegel…bin kein Freund von Frühstück 😀 Ich gehe los zum Bus, natürlich stets hochmotiviert. Ich bin hellwach. Dann kommt der Bus. Gute Nacht, Greeny! Ich schlafe aus Prinzip im Bus wieder ein. Da kann ich vorher so fit gewesen sein wie nie zuvor. Is ziemlich egal.

Hinterher ist man natürlich alles andere als fit. Aber man hält sich irgendwie mit Kaffee wach. Oder mit Tee…so langsam sammelt sich da ne ordentliche Teesammlung auf der Arbeit an. Aber zur Teesammlung wann anders was ^^

So, ich steige jetzt gleich um. In den Schlaf-Bus…bis denne 😉

Ich, der Waschbär – Die Schauspielerin

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Hallo ihr Lieben 😉

Arbeitstag hinter mich gebracht. Völlig entnervt setze ich meine neue Mütze auf. „Dass du dich traust, sowas zu tragen“, sagt meine Kollegin lachend. Naja, ich kann’s halt. Meine Mütze. Ein Waschbärgesicht und zwei niedliche Öhrchen. Ich mag Öhrchen. Und niemand anderem soll die Mütze gefallen.

Endlich draußen. Es ist kalt geworden. Die Luft ist frisch. Ein Hauch von Brathendl. Woher auch immer das kommt. Aber es macht hungrig. Mit einem Gesicht das töten könnte, kämpfe ich mich durch das Chaos auf dem Parkplatz. Dreimal übersieht mich ein Auto. Ich bin am fluchen und schimpfen. Haben die denn alle keine Augen im Kopf? Eine Kundin läuft mir über den Weg. „Oh Fräulein Greeny! Sie sehen heute aber böse aus!“ Nein, Sie kennen mich lediglich als die suuuuuper nette Verkäuferin mit endloser Geduld und den doofen Sprüchen, die zwar nicht lustig sind, aber Sie sind so doof, dass sie darüber lachen können, dass man sie meterweit nicht überhören kann. Nenn mich Malefiz, angenehm!

Das ist diese doofe Situation, die ich nicht leiden kann. Ich wurde mal wieder enttarnt. Denn als Mensch im Einzelhandel ist man Schauspielerin. Vor wenigen Minuten flötete ich noch jedem Hannes fröhlich entgegen. Jeder wurde mit einem Lächeln und begrüßt. Bittesehr, vielen Dank, ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen…und ach ja…fick dich ins Knie. Ja, der letzte Satz spielt sich natürlich nur in meinem Kopf ab. Selbst dann, wenn ich angeschrien oder beleidigt werde. Kommt eigentlich täglich vor. Aber ich, ich bin freundlich. Dementsprechend schätzen Fremde mich völlig falsch ein. Vor kurzem unterhielt ich mich mit einem Stammkunden. Einer der wenigen, die ich tatsächlich leiden kann. Er dachte, ich sei so der extrovertierte Typ. Immer unterwegs, viele Freunde, sehr humorvoll, verständnisvoll. Und er dachte, ich sei so ein Mensch, der niemals allein sein könnte, denn schließlich unterhalte ich mich so gerne. Danke, ich habe das Schauspiel für mich perfektioniert. Es funktioniert. Und außer diesen Menschen, die ich außerhalb der Firma treffe, hat’s bisher keiner bemerkt.

Denn außerhalb bin ich dann wieder ich. Der Waschbär. Die mit dem etwas gewöhnungsbedürftigem Stil. Die mit den grundsätzlich zwei Mangas in der Tasche. Die, die überall stehen bleibt, sobald sie etwas mit Kätzchen sieht. Die, die eher mürrisch ist und kaum jemandem vertraut. Die mit ihrem japanischen Wörterbuch. Die, die noch schlimmeres denkt, als sie tatsächlich ausspricht. Die, die völlig drauf pfeift, ob sie alleine ist oder Gesellschaft hat. Die, die trotzdem glücklich ist.

Bis zum nächsten Morgen…“Guten Morgen Frau Müller! Neue Haarfarbe? Steht Ihnen ausgezeichnet!“